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Guerrinis Jubel, Uznachs geplatzter Traum und Plocks Premiere: Das Sportwochenende auf einen Blick

Marcel Guerrini ist auch bei der Bike Revolution in Gruyères das Mass der Dinge. Der FC Uznach kann seine Aufstiegschance nicht nutzen. Und Ruderer Jonah Plock aus Rapperswil-Jona weiss in seinem neuen Boot auch im Weltcup zu überzeugen.

Silvano
Umberg
16.06.25 - 16:00 Uhr
Linthgebiet
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Doppelte Freude: Marcel Guerrini aus Neuhaus sichert sich in Gruyères den Tagessieg und das Leadertrikot der Bike-Revolution-Rennserie.
Pressebild: Bike Revolution

American Football: Orks gewinnen Play-off-Hauptprobe

Die im Lido in Rapperswil spielenden Glarus Orks haben die Regular Season in der Nationalliga C auf dem 2. Rang beendet. Sie haben in den acht Partien zwar gleich viele Punkte gesammelt wie der Qualifikationssieger, die Neuchâtel Knights stehen aber bezüglich Direktbegegnung leicht besser da.

Zum Abschluss der Regular Season bezwangen die Orks zu Hause die Schaffhausen Sharks klar mit 39:12. Die Partie bot einen ersten Vorgeschmack auf die anstehenden Play-off-Halbfinals, treffen die Orks und die Sharks doch dort wieder aufeinander, und zwar am Samstag, 28. Juni, um 18 Uhr auf dem Sportplatz Lido in Rapperswil.

Mountainbike: Veloclub Eschenbach feiert vier Podestplätze

Kein Wochenende ohne Renneinsatz. Zwischen den Weltcups in Leogang (5. bis 8. Juni) und Val di Sole (20. bis 22. Juni) standen die Mountainbikerinnen und Mountainbiker am vergangenen Sonntag im Rahmen der nationalen Rennserie Bike Revolution im Einsatz. Nach Engelberg und Huttwil fand nun in Gruyères der dritte von insgesamt vier Läufen statt.

Die Athletinnen und Athleten aus dem Linthgebiet zeigten sich dabei in ausgezeichneter Form. Allen voran Marcel Guerrini. Der im luzernischen Ufhusen wohnende Neuhauser sicherte sich nicht nur den Tagessieg, sondern durfte sich auch gleich noch ins Leadertrikot der Rennserie einkleiden lassen. Es war im zweiten Rennen der diesjährigen Bike Revolution sein zweiter Sieg. Das Rennen in Huttwil hatte der 30-Jährige krankheitsbedingt verpasst.

«Zurück von einer Krankheit wusste ich zu Beginn nicht ganz, wie es läuft», begründete Guerrini seinen noch relativ zögerlichen Rennbeginn. Nach kurzer Zeit habe er dann aber seinen eigenen Rhythmus gefunden. Nach gut 65 Minuten fuhr Guerrini mit 22 und mehr Sekunden Vorsprung auf die Konkurrenz ins Ziel. «Mit Blick auf den nächsten Weltcup in Val di Sole konnte ich viel Selbstvertrauen tanken», freute sich der Neuhauser.

Rang 2 sicherte sich der Eschenbacher Dario Lillo – und bescherte damit dem VC Eschenbach einen Doppelsieg. Dritter wurde Luke Wiedmann. Lillo musste somit das Leadertrikot an Guerrini abtreten.

Auch bei den Frauen gab es für den VC Eschenbach in Gruyères zwei Podestplätze zu feiern. Die Riednerin Tina Züger fuhr hinter der überragenden Toggenburgerin Ramona Forchini sowie der U23-Fahrerin Fiona Schibler als Dritte ins Ziel. Die Schännerin Jana Glaus war insgesamt die Sechstschnellste – und sicherte sich Platz 3 in der U23-Wertung.

Fussball: Den Uznern versagen im entscheidenden Moment die Nerven

2. Liga, Gruppe 2

Der FC Weesen hat sich mit einem Sieg Richtung 2. Liga interregional verabschiedet. Die Gasterländer taten sich im abschliessenden Heimspiel gegen Abtwil-Engelburg aber schwer. Gut zehn Minuten nach dem Führungstreffer von Tuncer Niederberger gelang den Gästen der Ausgleich. Weesens Siegtreffer gelang Rudolf Bilas erst in der 95. (!) Minute.

Die Weesner schraubten ihr Punktekonto damit auf 71 Punkte hoch. Die Zahlen zur Aufstiegssaison sind sehr eindrücklich: 23 von 26 Partien wurden gewonnen. Dazu gab es zwei Unentschieden und nur eine einzige Niederlage. Torverhältnis: 114:33! Der Aufstieg wurde schon in der sechstletzten Runde klargemacht.

Auch die anderen beiden Teams aus dem Linthgebiet beendeten die Saison mit einem Sieg. Der FC Eschenbach (6. Schlussrang) setzte sich auswärts gegen Bischofszell (13.) mit 3:1 durch, die U20-Equipe des FC Rapperswil-Jona (7.) auswärts bei der zweiten Mannschaft des FC Uzwil mit 2:1.

3. Liga, Gruppe 4

Mit einem Sieg in der letzten Runde wäre der FC Uznach in die 2. Liga aufgestiegen. Es blieb beim Konjunktiv. Das Team von Trainer Gordan Culum konnte auswärts bei Leader Wängi seine Leistung nicht wirklich abrufen und ging letztlich gleich mit 0:4 unter. So gelang Wängi als Gruppensieger der Sprung in die nächsthöhere Spielklasse – und dem punktgleichen FC Sirnach, der zum Schluss in Ebnat-Kappel mit 1:0 gewann, als einem der beiden besten Zweitplatzierten der insgesamt vier 3.-Liga-Gruppen.

Wängi startete besser und konnte vorlegen (18.). Nach einer guten halben Stunde kamen die Uzner zu einer ersten guten Chance, Kemp sah seinen Schuss jedoch pariert. Gleich im Gegenzug fiel das 2:0 (38.). Nach der Pause versuchte Uznach zu reagieren, nahm auch mehr Risiko. Das zahlte sich nicht aus. Wängi konterte erfolgreich und sorgte mit zwei weiteren Einschüssen (60./75.) für klare Verhältnisse.

Durch die abschliessende Niederlage büsste Uznach in der Tabelle zwei Positionen ein, beendete die Saison somit auf dem 4. Schlussrang. «Leider waren wir in diesem entscheidenden Spiel nicht ganz auf der Höhe», analysierte der Präsident des FC Uznach, Remo Bochsler. Und ergänzte kämpferisch: «Nächstes Jahr schaffen wir es dann.»

4. Liga, Gruppe 8

Überraschung in der letzten Runde: Der in Schmerikon beheimatete Absteiger Kosova 19 (10. Schlussrang) setzte sich beim Aufsteiger, der 3. Mannschaft des FC Rapperswil-Jona (1.), mit 4:2 durch. Es war allerdings eine Kehrauspartie. Sprich: Auf die Tabelle hatte das keinen Einfluss mehr. Der FC Wagen (5.) verabschiedete sich mit einem 1:1 gegen Eschen/Mauren 2b (9.) in die Sommerpause. Schmerikon (7.) kassierte zum Abschluss zu Hause eine 2:4-Pleite gegen Rüti (4.).

Frauen, 1. Liga, Gruppe 2

Die Frauenequipe des FC Eschenbach hat sich mit einer Niederlage in die Sommerpause verabschiedet. Auswärts im Kantonsderby gegen den Tabellenfünften Staad setzte es eine 0:3-Pleite ab. Die Eschenbacherinnen beenden die Meisterschaft somit auf dem 7. Rang.

Rudern: Der Rapperswil-Joner Jonah Plock feiert Podestplatz

Jonah Plock vom Ruderclub Rapperswil-Jona sitzt in dieser Saison in einem neuen Boot. Vom Doppelvierer hat er in den Zweier ohne Steuermann gewechselt. In diesem sitzt der 27-Jährige zusammen mit Patrick Brunner vom Seeclub Sempach. Ihre wettkampfmässige Feuertaufe erlebten die beiden vor zwei Wochen an den Europameisterschaften. Das Duo ruderte auf Anhieb in den A-Final – und beendete den Wettkampf auf Rang 5.

Grosse Freude: Patrick Brunner (links) und der Rapperswil-Joner Jonah Plock schaffen es bei ihrem ersten gemeinsamen Weltcup-Auftritt sogleich als Dritte aufs Podest.
Bild: Detlev Seyb / Swiss Rowing

Am Wochenende folgte in Varese nun der erste Weltcup-Einsatz. Und das Duo Plock/Brunner steigerte sich sogar noch und schaffte als Dritte den Sprung aufs Podest. Mit Rang 2 im Halbfinal qualifizierten sich Plock/Brunner souverän für den A-Final der besten sechs Boote. Dort ging es dann äusserst knapp zu und her. Wie im Halbfinal ging das Schweizer Duo den Lauf kontrolliert an. Auf diese Weise konnte es zu seiner eigenen Geschwindigkeit finden, zugleich riss aber bereits ein grösserer Abstand auf, weil die Neuseeländer neben ihnen von Beginn aufs Tempo drückten.

Auf Rang 5 liegend passierten Plock/Brunner die 500-Meter-Marke vor den Niederländern. Nach 1000 Metern präsentierte sich dasselbe Bild. Doch dann begannen Plock/Brunner ihr Tempo zu verschärfen und schoben sich bis zur 1500-Meter-Marke schon mal an den Kroaten vorbei. Die letzten 500 Meter ruderten die Schweizer dann fulminant und zogen auch noch an den Italienern vorbei. So wurde es Schlussrang 3 hinter Neuseeland und Kroatien mit Martin und Valent Sinkovic, den Olympiasiegern im Zweier ohne.

Starkes Finish: Der Rapperswil-Joner Jonah Plock (links) schiebt sich zusammen mit Patrick Brunner im Schweizer Zweier ohne auf der zweiten Streckenhälfte vom 5. auf den 3. Schlussrang vor.
Bild: Detlev Seyb / Swiss Rowing

Patrick Brunner zeigte sich zufrieden: «Wir konnten in diesem Rennen schon viele von den guten Einzelteilen, die wir an der EM und in den Vorläufen zeigen konnten, zusammenfügen. Über die Mitte ist es uns gelungen, einen starken Streckenschlag zu finden und daraus nochmal Geschwindigkeit für den Schluss zu gewinnen. Wir hatten Mut, früh anzugreifen und dafür sind wir schlussendlich belohnt worden.»

Inlinehockey: Linth erweist sich als Wundertüte

Der IHCSF Linth steht in der National League längst als Play-out-Teilnehmer fest. Wenig überraschend verlor der Tabellenletzte am Samstag gegen den Tabellendritten, die Grizzlys Hünenberg, mit 3:7. Tags darauf, in der letzten Qualifikationsrunde, dann aber die Überraschung: Das Team aus Kaltbrunn setzte sich in der heimischen Arena gegen den Tabellenvierten, die Weinfelden Wilddawgs, überdeutlich mit 12:3 durch.

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