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Esaf-Teilnehmer Florian Riget aus Schänis: «Ich habe eine grosse Freude»

Der Schwingerverband Rapperswil und Umgebung entsendet fünf Athleten ans Eidgenössische Schwingfest in Mollis. Wir widmen ihnen eine Interviewserie. In diesem Teil: Florian Riget aus Schänis.

Linth-Zeitung
28.08.25 - 04:30 Uhr
Linthgebiet
Buendner-Glarner Kantonalschwingfest in Domat-Ems
Florian Riget: Der 29-jährige Landwirt aus Schänis bestreitet in Mollis sein zweites Esaf nach jenem 2019 in Zug, wiegt 100 Kilogramm, misst 178 Zentimeter und hat bisher 16 Kränze gewonnen, darunter drei Teilverbandskränze.
Bilder: Taria Hösli und Lorenz Reifler

Interview: Matthias Dörig

Schwingen ist ein traditioneller Sport. Wie volkstümlich bist du? 

Ich bin nicht sehr volkstümlich, höre aber je länger je lieber Ländlermusik.

Hast du ein sportliches Vorbild? 

Das ist der frühere Spitzenschwinger Andreas Ulrich aus Gersau. Mir imponiert, was er mit Technik alles erreichen konnte.

Welches war bisher dein grösster Erfolg? 

Mein absolutes Highlight war das Nordostschweizer Schwingfest 2022 in Balterswil. Trotz drei Eidgenossen auf dem Notenblatt (Armon Orlik, Martin Hersche und Domenic Schneider; Anm. d. Red.) konnte ich mir im 4. Rang den Kranz sichern.

Das Esaf fast vor der Haustür: Was bedeutet es für dich, dabei zu sein? 

Während der Coronavirus-Pandemie studierte ich an meinem Rücktritt herum. Als im Frühling 2021 aber feststand, dass das Esaf 2025 in Mollis stattfinden wird, entschied ich mich um. Dieses Fest wollte ich auf keinen Fall verpassen. Damals hatte ich gerade einen Kranz auf dem Konto und setzte es mir zum Ziel, in Mollis dabei zu sein. Jetzt ist es Tatsache und ich habe eine grosse Freude. 

Welchen Gegner wünschst du dir für das Anschwingen? 

Einen, der den Sieg genauso sucht wie ich. Dann gibt es einen spannenden Gang.

Was ist für Mollis dein persönliches Ziel? 

Auch am Sonntag noch als Aktiver dabei zu sein.

Hast du vor einem Schwingfest ein bestimmtes Ritual? 

Am Vorabend genehmige ich mir gerne ein kühles Bier und ein gutes Stück Fleisch mit reichlich Penne oder Spaghetti.

Und wie ernährst du dich am Wettkampftag selbst? 

Ich trinke isotonische Getränke und esse Bananen und Biberli. Am Mittag gibt es das Mittagsmenü, meistens Ghackets und Hörnli.

Wer wird Schwingerkönig?

Samuel Giger.

Du hast angekündigt, Ende Saison zurückzutreten. Hältst du auch daran fest, falls du dir einen eidgenössischen Kranz sichern kannst? 

Der Zeitaufwand fürs Schwingen ist enorm. Man ist ja nicht nur an den Sonntagen weg, sondern investiert auch unter der Woche sehr viel Zeit in die Trainings. Beruf, Familie und Gesundheit lassen es in Zukunft leider nicht mehr zu, alles unter einen Hut zu bringen. Daher halte ich an meiner Rücktrittsabsicht fest.

Und was kommt nachher? 

Ich verfolge den Schwingsport von der Tribüne aus (lacht). Und vielleicht übernehme ich irgendwann eine Aufgabe im Verband.

Hier geht es zu den Kurzinterviews der anderen vier «Rapperswiler» Esaf-Teilnehmer: Pirmin Gmür, Sandro Gmür, Manuel Weber, Andreas Ziegler.

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