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Studie: Karies bei Schulkindern ist familienabhängig

Studie: Karies bei Schulkindern ist familienabhängig

Karies liegt einer Basler Studie zufolge in der Familie. Demnach haben jüngere Geschwister ein um mehr als dreifach höheres Risiko für Karies, wenn das erstgeborene Kind bereits in Berührung mit der Zahnkrankheit gekommen ist.

Agentur
sda
vor 3 Wochen in
Wirtschaft
Wenn die ältere Schwester oder der ältere Bruder bereits Karies hatte, steigt die Wahrscheinlichkeit für die Zahnkrankheit auch bei den jüngeren Geschwistern. (Themenbild)
Wenn die ältere Schwester oder der ältere Bruder bereits Karies hatte, steigt die Wahrscheinlichkeit für die Zahnkrankheit auch bei den jüngeren Geschwistern. (Themenbild)
KEYSTONE/GAETAN BALLY

So lag die Wahrscheinlichkeit für Karies bei jüngeren Geschwistern 3,7 Mal höher, wenn das erstgeborene Kind bereits in Berührung damit kam. Dringend zu behandelnde, aktive Fälle von Karies waren 3,5 Mal wahrscheinlicher, wie die Forschenden der Universität und des Universitären Zentrums für Zahnmedizin Basel im Fachmagazin «Clinical Oral Investigations» berichten.

Je kleiner der Altersunterschied dabei war, desto grösser auch das Risiko für die jüngeren Geschwister, wie die Universität Basel am Dienstag mitteilte.

Abhängig von Herkunft und Wohnquartier

In die Studie flossen die Daten der jährlichen Zahnkontrolle von 6738 Geschwistern aus 3089 Familien ein, die im Kanton Basel-Stadt leben. Fast jedes fünfte Kind wies Zähne mit aktiver Karies auf.

Ebenfalls ging aus der Studie hervor, dass Schweizer Schülerinnen und Schüler seltener von Karies betroffen waren als Kinder mit Migrationshintergrund. Und auch das Wohnquartier spielte eine Rolle: In den elf untersuchten Quartieren erstreckte sich die Zahl der Kinder, die mit Karies in Berührung kamen, zwischen 26,8 und 65,7 Prozent. Die Fälle aktiver Karies reichen von 9,9 Prozent bis 29,1 Prozent.

Die Karies-Geschichte der Geschwister in Verbindung mit der Staatsangehörigkeit und dem Wohnort der Familie können den Forschenden zufolge demnach dazu dienen, Präventionsmassnahmen bei betroffenen Familien gezielter einzusetzen - «damit wir dem Ziel der Kariesfreiheit bei Kindern und Jugendlichen wieder näherkommen», sagte die Zahnmedizinerin und Erstautorin Andreina Grieshaber gemäss der Mitteilung.

https://doi.org/10.1007/s00784-021-04003-6

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