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Schön und neu, aber unbewohnt

In der Schweiz stehen aktuell über 75'000 Wohnungen leer - in absoluten Zahlen bedeutet diese Zahl ein Allzeitrekord. In Graubünden und Glarus stehen leicht mehr Wohnungen leer als noch im Vorjahr. Auffällig ist der deutliche Anstieg von leerstehenden Neubauten in Graubünden.

Bernhard
Aebersold
Samstag, 21. September 2019, 04:30 Uhr Leerstehende Wohnungen
2'928 Wohnungen stehen aktuell im Kanton Graubünden leer. Dies sind 188 Wohnungen mehr als im Vorjahr,
SYMBOL / PIXABAY

In der Schweiz stehen 1,66 Prozent des Gesamtwohnungsbestandes leer. Diese Zahl veröffentlichte kürzlich das Bundesamt für Statistik (BFS). Während dieser Prozentsatz nur in den Jahren 1997/98 höher ausfiel, bedeutet die absolute Anzahl von 75'323 Leerwohnungen ein Allzeitrekord.

Mit 1,68 Prozent Leerwohnungen im Kanton Graubünden respektive 1.71 Prozent für Glarus bewegen sich die Südostschweizer Kantone leicht über dem nationalen Mittel. Am wenigsten leere Wohnungen gibt es im Kanton Zug, wo 244 Wohnungen leerstehen (0,42 Prozent des Bestandes). Das Schlusslicht auf kantonaler Ebene bildet der Kanton Solothurn mit einer Leerstandesquote von satten 3,4 Prozent ihres Bestandes.

Leere Bündner Neubauten, (H)ausverkauf in Glarus

Schlüsselt man die leerstehenden Immobilien im Kanton Graubünden etwas weiter auf, wird ersichtlich, dass im vergangenen Jahr die Anzahl leerstehender Neubauten zugenommen hat. Als «Neubaute» gilt gemäss der Statistik des Bundesamtes eine Immobilie, die nicht älter als zwei Jahre ist. Zählte das BFS 2018 noch 257 solche leerstehenden Neubauten, sind es nun aktuell 421. Dies entspricht einem Plus von über 60 Prozent. Im nationalen Trend blieb die Zahl leerer Neubauten hingegen konstant.

Im Kanton Glarus waren im vergangenen Jahr 35 Immobilien mit dem Aushang «zu verkaufen» versehen. Diese Zahl hat sich nun auf 77 Immobilien hochgeschraubt und damit mehr als verdoppelt. Mit einem leichten Rückgang leerstehender Mietwohnungen resultieren insgesamt 391 leere Immobilien im Kanton Glarus.

Wie sieht es in Eurer Gemeinde aus?
Mit der interaktiven Grafik des Bundesamtes für Statistik könnt ihr schauen, wie sich die Zahlen in eurer Gemeinde entwickelt haben. Oben links in der Grafik, könnt Ihr auf die Erhebung des Vorjahres schalten und oben rechts zwischen der kantonalen und kommunalen Ansicht wechseln. 

Leerwohnungen:
In der Leerwohnungszählung gelten (anders als bei der Gebäude- und Wohnungszählung) nur diejenigen Wohnungen als Leerwohnungen, die auf dem Markt zur Dauermiete bzw. zum Kauf angeboten werden. Es werden alle bewohnbaren Wohnungen berücksichtigt, unabhängig davon, ob sie möbliert oder nicht möbliert sind; mitgerechnet werden auch leerstehende Ferien- oder Zweitwohnungen, sofern sie das ganze Jahr bewohnbar sind. Unter der Leerwohnungsziffer versteht man den prozentualen Anteil der leer stehenden Wohnungen (Stichtag: 1. Juni) am Gesamtwohnungsbestand der registerbasierten Gebäude- und Wohnungsstatistik (GWS) des Vorjahres.

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ich habe mich für über 60 wohnungen beworben, z.t. sogar leere. Aber niemand will 5 kinder im haus! So im moment sind wir eine wohnungslose schweizer familie die im ausland leben muss!!!!! Sauerei schweiz.....a

75000 Leerstehende Wohnungen und trotzdem wird wie wild weitergebaut.Das kann ja nur zu einem Crash kommen .Da muss man sich fragen ?wer bezieht diese leeren Wohnungen. Auch der billige Hypozins der Banken hat nach meiner Meinung Schuld,da viele Leute sich als Spekulanten betätigen und dann ihre billigen Häuser teuer verkaufen wollen. Mit einem erhofften Mehrgewinn !

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