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Im Glarnerland stehen weniger Wohnungen leer

Gegen den nationalen Trend ist im letzten Jahr die Leerwohnungsziffer gesunken.

Südostschweiz
Donnerstag, 13. September 2018, 04:30 Uhr

Nur in sechs Kantonen lag am 1. Juni dieses Jahres die Leerwohnungsziffer tiefer als ein Jahr zuvor. Der Prozentsatz der freien Wohnungen ist in diesen Kantonen gesunken. Dies teilt das Bundesamt für Statistik (BfS) mit. Die sechs Kantone sind Glarus, Uri, Appenzell Innerrhoden, Graubünden, Bern und Schwyz. Im Kanton Glarus hat also die rege Bautätigkeit der vergangenen Jahre nicht zu einer Zunahme der freien Wohnungen auf dem Markt geführt. Die Quote liegt im Kanton Glarus jetzt bei 1,6 Prozent, im Vorjahr waren es noch 1,68 Prozent. In absoluten Zahlen beträgt die Abnahme 16 Wohnungen.

Gesamtschweizerisch ist die Quote dagegen gestiegen. Am 1. Juni dieses Jahres wurden in der Schweiz 72 294 Leerwohnungen – einschliesslich Einfamilienhäuser – gezählt. Das sind laut dem BfS 1,62 Prozent des Gesamtwohnungsbestandes. Der Kanton Glarus liegt also mit seiner Abnahme auf 1,6 Prozent zwar nicht im schweizerischen Trend, aber fast genau im aktuellen schweizerischen Durchschnitt. Ein Jahr zuvor lag die gesamtschweizerischen Quote bei 1,45 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Leerwohnungen um einen Achtel gestiegen.

Wie das BfS weiter mitteilt, steigt die gesamtschweizerische Quote seit 2010 kontinuierlich an. In der Ostschweiz und im Tessin habe sie jetzt zum ersten Mal seit 15 Jahren die 2-Prozent-Marke überschritten.

Tiefste Quote in Glarus Nord

Im Kanton Glarus wurde im Jahr 2015 eine Leerwohnungsziffer von 2,21 Prozent verzeichnet. Seither sinkt sie.

Vom BfS sind für die drei Glarner Gemeinden Zahlen für die Zeit seit der Fusion verfügbar. Glarus Nord hatte 2011 von den drei Gemeinden die tiefste Quote: Nur 0,87 Prozent der Wohnungen waren auf dem Markt. Im Jahr 2015 war dann die Leerwohnungsziffer in Glarus Nord mit 2,52 Prozent die höchste im Kanton. Jetzt ist sie mit 1,38 Prozent wieder die tiefste. In Glarus Süd liegt die Quote aktuell bei 1,64 Prozent. In der Gemeinde Glarus bei 1,87 Prozent.

Als leer stehende Wohnungen gelten für das BfS alle bewohnbaren Wohnungen, Ferienwohnungen oder Einfamilienhäuser, die zur dauernden Miete oder zum Kauf angeboten werden und am Stichtag 1. Juni nicht bewohnt sind. Nicht in der Statistik enthalten sind Wohnungen, die ohne Unterbruch per 1. Juni weitervermietet werden.

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Diese72294 Leerwohnungen ist vermutlich nur der Anfang ,es werden noch viele mehr sein in ein paar Jahren.
Vielfach sind diese Wohnungen auch überteuert Fr.2000.00 plus das kann sich eine Arbeiterfamilie gar nicht leisten.Trotz allem wird gebaut auf Teufel komm raus.Es muss jede Wiese und Höschetli verbaut werden.Jemand hat mir mal gesagt, die Leute können dann mal den Beton Essen.