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Wieder Wasserwerfer an unbewilligter Corona-Demo in Bern

Wieder Wasserwerfer an unbewilligter Corona-Demo in Bern

Die Berner Polizei ist am Donnerstagabend erneut mit Gummischrot und Wasserwerfern gegen Teilnehmer einer unbewilligten Corona-Demo vorgegangen. Insgesamt etwa 800 Massnahmenkritiker hatten sich an der Kundgebung beteiligt.

Agentur
sda
vor 3 Wochen in
Politik
Die Polizei in Bern setzte Wasserwerfer und Gummischrot gegen Demonstranten einer unbewilligten Kundgebung gegen die Corona-Massnahmen ein.
Die Polizei in Bern setzte Wasserwerfer und Gummischrot gegen Demonstranten einer unbewilligten Kundgebung gegen die Corona-Massnahmen ein.
KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Zunächst hatte die Polizei einen Umzug vom Bahnhof in die Altstadt und zurück toleriert. Im Rummel des Abendverkaufs zogen die Massnahmengegner durch die Gassen und skandierten «Liberté» (auf Deutsch: Freiheit). Viele trugen Blumen als Zeichen des friedlichen Widerstands auf sich.

Laut Angaben der Ordnungskräfte wurden aber zum Teil auch Pyrotechnika gezündet und Gegenstände gegen Einsatzkräfte geworfen. Daraufhin feuerte die Polizei Gummigeschosse ab.

Gleich zu mehreren Einsätzen mit Wasserwerfern und Gummischrot kam es nach 21.00 Uhr, als sich die Demonstrierenden Richtung Bundeshaus bewegen wollten, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Laut Polizei versuchten mehrere Personen, vor dem Bundeshaus eine Sperre zu durchbrechen. Diese wurden zurückgedrängt. Kurzzeitig spielten sich in der Gegend rund um den Bahnhof chaotische Szenen ab.

Polizisten in Kampfausrüstung

Über Verletzte lagen keine Angaben vor. Mehrere Ambulanzen standen am Abend im Einsatz.

Den Bundesplatz hatte die Polizei schon am frühen Abend mit Gittern abgeriegelt und Polizisten in Kampfmontur postiert. Vor dem Bundeshaus hatte es am Donnerstag vergangener Woche Ausschreitungen gegeben, gegen welche die Polizei ebenfalls mit Wasserwerfern, Reizmittel und Gummischrot vorgegangen war.

Schon damals lag keine Bewilligung für die Kundgebung vor. Die Berner Stadtregierung hatte daraufhin angekündigt, sie wolle keine unbewilligten Demonstration mehr tolerieren. Die andauernden Kundgebungen seien eine grosse Belastung für die Stadt, hatte Sicherheitsdirektor Reto Nause (Mitte) erklärt.

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