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Weisses Haus blockiert Anhörung von Fauci im US-Repräsentantenhaus

Das Weisse Haus blockiert eine geplante Anhörung des prominenten US-Regierungsberaters und Immunologen Anthony Fauci zur Coronavirus-Krise im US-Repräsentantenhaus. Dies teilte das Weisse Haus am Freitag (Ortszeit) mit.

Agentur
sda
Samstag, 02. Mai 2020, 01:35 Uhr Washington
Das Weisse Haus will eine Anhörung des Experten Anthony Fauci derzeit nicht zulassen - Coronavirus-Fachpersonen hätten momentan Wichtigeres zu tun. (Archivbild)
Das Weisse Haus will eine Anhörung des Experten Anthony Fauci derzeit nicht zulassen - Coronavirus-Fachpersonen hätten momentan Wichtigeres zu tun. (Archivbild)
KEYSTONE/AP/Alex Brandon

Der Vizesprecher des Weissen Hauses, Judd Deere, sagte, es sei kontraproduktiv, Menschen, die an Massnahmen gegen das Virus arbeiteten, derzeit bei Anhörungen im Kongress auftreten zu lassen. Diese könnten «zu gegebener Zeit» angehört werden. Der Sprecher des Haushaltsausschusses im Repräsentantenhaus, Evan Hollander, sagte dem Sender NBC, man habe Fauci kommende Woche zur Reaktion der Regierung von US-Präsident Donald Trump auf das Virus befragen wollen.

Erneute Blockade

Das Repräsentantenhaus wird von den Demokraten kontrolliert, die dem Republikaner Trump schwere Versäumnisse in der Coronavirus-Krise vorwerfen. Trump hatte die Gefahr durch das Coronavirus zunächst kleingeredet. Bereits in den Ermittlungen zum Amtsenthebungsverfahren gegen Trump in der Ukraine-Krise hatte das Weisse Haus Aussagen von Regierungsvertretern blockiert, die das Repräsentantenhaus anhören wollte. In dem Verfahren war Trump im Senat von allen Vorwürfen freigesprochen worden. Die obere Kongresskammer wird von Trumps Republikanern dominiert.

Fauci ist einer der prominentesten Experten der Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weissen Hauses. Der Immunologe hatte US-Bundesstaaten am Donnerstag davor gewarnt, vorschnell Massnahmen gegen die Ausbreitung des Virus zu lockern. In solchen Regionen drohe eine erneute Zunahme von Infektionsfällen, sagte er dem Sender CNN. Dann gäbe es fast keine Alternative dazu, die Schutzmassnahmen wieder zu verschärfen. Trump befürwortet eine möglichst schnelle Lockerung, die zahlreiche US-Bundesstaaten inzwischen eingeleitet haben. Er will damit die verheerenden Folgen für die US-Wirtschaft abmildern.

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