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Kandidat für Schulpräsidium gerät in den Sog der Kesb-Wirren

CVP-Stadtrat Roland Manhart möchte Schulpräsident in Rapperswil-Jona werden. Nun könnte seine Rolle bei der Entlassung von Kesb-Chef Walter Grob für ihn zum Bumerang werden. Weitere Kandidaten stehen bereit.

Freitag, 26. Oktober 2018, 04:32 Uhr Querelen
Die CVP sieht ihren Kandidaten für das Schulpräsidium in Rapperswil-Jona als Opfer.
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Die Querelen rund um die Entlassung des regionalen Kesb-Chefs Walter Grob durch den Stadtrat ziehen Kreise. Sie beeinflussen den Wahlkampf um das neu zu besetzende Schulpräsidium in Rapperswil-Jona. In der Kritik steht Roland Manhart (CVP), der für die Kesb zuständige Stadtrat. Nach Ansicht von SP-Präsident Robert Hegi kann sich die Rolle, die Manhart bei der Entlassung von Grob gespielt hat, als Bumerang bei seiner Kandidatur für das Schulpräsidium erweisen.

Die SP wird definitiv ins Rennen im Kampf um das Schulpräsidium steigen, das nach dem Rücktritt von Stadtrat Thomas Rüegg (FDP) neu zu besetzen ist. «Wir haben valable Bewerberinnen und Bewerber für dieses Amt und werden in vier Wochen einen Kandidaten präsentieren», konstatiert Hegi.

Falls es zu einer Ersatzwahl bei den nebenamtlichen Stadträten kommen würde, wird Eduard Hirschi seitens der SP kandidieren. «Auffällig ist in jedem Fall, dass jetzige nebenamtliche Stadträte gerne hauptamtliche werden wollen», bemerkt Hegi. Dies sei Ausdruck davon, wie unzufrieden die nebenamtlichen Räte mit ihrer aufgrund der Stadtratsreform eingeschränkten Rolle innerhalb der Exekutive seien.

Nach Auskunft von Silvia Kündig, Co-Präsidentin der UGS Rapperswil-Jona, will auch ihre Partei eine Kandidatin für das Schulamt präsentieren: Bereit für die Nominierung ist die nebenamtliche Stadträtin Tanja Zschokke (UGS).

CVP sieht Manhart als Opfer

Die CVP will derweil an ihrem Kandidaten Roland Manhart festhalten – den Wirren rund um die Kesb-Geschichte zum Trotz: «Man zielt nun auf Roland Manhart, den Überbringer der Nachricht», sagt CVP-Präsident Thomas Hofstetter. Man müsse aber den Überbringer einer schlechten Nachricht trennen von einem Entscheid, den schliesslich der Gesamtstadtrat gefällt habe. Hofstetter betont: «Manhart war das einzige Stadtratsmitglied, das damals für die Zuständigkeit der Kesb-Sache infrage kam.» Der Angriff auf ihn erfolge nun aus reinem politischem Kalkül.

Noch offen ist, ob auch die FDP einen Kandidaten oder eine Kandidatin für das Schulpräsidium aufstellen wird. Die SVP verzichtet darauf. Die GLP Rapperswil-Jona ist bereit, sich allenfalls bei der Ersatzwahl um einen Sitz bei den nebenamtlichen Stadträten zu beteiligen.

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