Uznach senkt die Steuern und will das Bad sanieren
Zweimal grünes Licht: Die Uzner Stimmbürger haben Ja gesagt zu einem Steuerfuss von 122 Prozent und zu einer Renovation des Schulschwimmbades. Für den abtretenden Gemeindepräsidenten Christian Holderegger war es zugleich ein Abschied.
Zweimal grünes Licht: Die Uzner Stimmbürger haben Ja gesagt zu einem Steuerfuss von 122 Prozent und zu einer Renovation des Schulschwimmbades. Für den abtretenden Gemeindepräsidenten Christian Holderegger war es zugleich ein Abschied.
Ein wenig nüchtern fielen sie aus, seine Abschiedsworte. Applaus erhielt er trotzdem: Gemeindepräsident Christian Holderegger nutzte die Gelegenheit am Ende der gestrigen Bürgerversammlung in Uznach für ein paar knappe Dankesworte an seine Gemeinde. Schöne Begegnungen hätten ihn stets motiviert, sagte er. Und er dankte speziell jenen, deren Arbeit im Stillen stattgefunden hatte.
Seine letzte Bürgerversammlung als Gemeindepräsident verlief ebenso nüchtern und sachlich: Zügig und ohne hitzige Diskussionen kamen die Traktanden zur Sprache, ohne Kontroversen verliefen die Abstimmungen unter den 158 anwesenden Stimmberechtigten. Der Antrag zum Budget 2019 und zur Senkung des Steuerfusses von 130 auf 122 Prozent wurde mit einer einzigen Gegenstimme angenommen.
Zurückhaltend investieren
Für Uznach ist es die fünfte Steuersenkung in Folge. Diese könne man mit gutem Wissen beschliessen, führte Holderegger aus: Die Jahresabschlüsse seien mehrmals besser als budgetiert ausgefallen, was Uznach in den letzten Jahren ein ansehnliches Eigenkapital beschert habe. Höhere, wiederkehrende Steuereinnahmen hätten diesen Schritt möglich gemacht, erklärte Holderegger. Die Prognosen klingen vielversprechend: Es sei zu erwarten, dass der Steuerertrag durch die Einwohner jährlich um zwei Prozent steige.
Roger Widmer von der örtlichen SVP bat den Gemeinderat im Namen der Partei, dass in puncto Investitionen auch in Zukunft «bitte Wünschenswertes von Nötigem» getrennt werde.
Obschon die Steuererträge die Kasse klingeln lassen, ist im Budget 2019 ein Minus von rund 385 000 Franken vorgesehen. Als grösstes Einzelprojekt steht die Sanierung des Schwimmbades Herrenacker an. Den Kredit von knapp 1,2 Millionen Franken für eine Sanierung der Lüftungs- und Wasseraufbereitungsanlagen hiessen die Stimmbürger diskussionslos gut. Damit sei der Weiterbetrieb des Bades auch für künftige Generationen von Schülern gesichert, sagte Holderegger.
In einem zweiten Schritt soll das Bad 2021/2022 für weitere 2,5 Millionen Franken unter anderem eine neue Decke sowie eine neue Fensterfront erhalten. Eine Analyse zur Auslastung des Bades will der Gemeinderat im nächsten Frühjahr präsentieren. So will er etwa aufzeigen, welche Folgen längere Öffnungszeiten hätten.
Uznach erhält neuen Bewegungspark
Mit dem Ja zum Budget hiessen die Stimmbürger gestern auch einen Beitrag von 250 000 Franken für einen neuen Bewegungspark in der Gemeinde gut. Der multifunktionale Bewegungspark für Rollsportarten soll im nächsten Sommer auf dem Areal des ehemaligen Skaterparks beim Fussballplatz erstellt werden. 50 000 Franken sind durch die Jugendlichen via Sponsoring und Eigenleistungen zu finanzieren.
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