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Bauboom in Glarus: Die Gemeinde wächst

Innerhalb von fünf Jahren, zwischen 2015 und 2020, entstehen in der Gemeinde Glarus über 250 Einfamilienhäuser, Eigentums- und Mietwohnungen. Und der Bedarf scheint noch lange nicht gedeckt.

10.07.18 - 04:30 Uhr
Wirtschaft

Der Bauboom im Kanton Glarus beschränkt sich längst nicht mehr nur auf Glarus Nord. Auch im Kantonshauptort entsteht immer mehr neuer Wohnraum. Weit über 100 neue Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser sind bereits entstanden. Über 140 weitere Wohneinheiten entstehen gerade oder stehen bereits in den Startlöchern. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Schon an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung im September 2016 verkündete die Gemeinde Glarus, dass bis 2030 neuer Wohnraum für bis zu 1500 Menschen entstehen soll. «Wir rechnen in den nächsten 15 Jahren mit einem zusätzlichen Nettobedarf von 400 bis 500 Wohnungen», sagte Katrin Egger, Medienbeauftragte der Gemeinde, damals der Versammlung. Denn auch in Glarus spüre man mittlerweile den Agglomerationsdruck aus Zürich.

Im Bereich Wohnen sehe man grosses Potenzial für die Gemeinde. «Mit einer Stunde Fahrt bis Zürich liegen wir in absolut hinnehmbarer Pendeldistanz, bieten gleichzeitig Wohnen im Grünen mit allem, was es zum Leben braucht.»

Gemeinde steuert die private Bauentwicklung

Der neue Wohnraum entstehe laut Gemeinde keinesfalls beliebig. Man verfolge dabei klare Ziele und Grundsätze, betont Marcel Peter, Hauptabteilungsleiter Bau und Umwelt. Erste Priorität habe das Bauen im Bestand und die Nachverdichtung in bestehenden Quartieren. Ebenfalls das Schliessen von bereits eingezonten Siedlungslücken wie der Spielhofwiese sowie die Umnutzung von bebauten, bestehenden Arealen wie dem Möbeli-Areal Glarus oder der Kartonfabrik Ennetbühls. Neueinzonungen von gemeindeeigenem Land seien dagegen nachrangig.

«Die Gemeinde Glarus verfolgt bei der Entstehung von neuem Wohnraum klare Ziele und Grundsätze.»

«Wir spüren momentan eine erhöhte Planungstätigkeit bei den privaten Bauwilligen. Auch daraus leiten wir ei-nen erhöhten Wohnraumbedarf ab», so Peter. Dazu gelte der Grundsatz: Die Aktivierung von privatem Bauland hat Priorität. Wohnbauten auf öffentlichem Eigentum sind zweitrangig.

Wo in der Gemeinde Glarus in den letzten vier Jahren gebaut wurde, aktuell gebaut wird und noch gebaut werden soll, zeigt eine Übersicht der «Südostschweiz».

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Da frage ich mich schon ?welche Leute die meist teuren Wohnungen bevölkern wollen.Nach meiner Ansicht wird krank gebaut.Das böse erwachen kommt spätestens wenn die Zinse der Banken hochschnellen.

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