Kühne+Nagel erzielt im ersten Quartal weniger Umsatz
Der Logistikkonzern Kühne+Nagel hat im ersten Quartal 2026 weniger umgesetzt und auch weniger verdient. Allerdings war die Vorjahresperiode von ausserordentlichem Wachstum geprägt gewesen. Mit dem Ausblick sieht sich der Konzern auf Kurs.
Der Logistikkonzern Kühne+Nagel hat im ersten Quartal 2026 weniger umgesetzt und auch weniger verdient. Allerdings war die Vorjahresperiode von ausserordentlichem Wachstum geprägt gewesen. Mit dem Ausblick sieht sich der Konzern auf Kurs.
In den Monaten Januar bis März sank der Nettoumsatz von Kühne+Nagel um 12 Prozent auf 5,60 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Dabei belastete unter anderem auch der schwache Dollar die Entwicklung. Währungsbereinigt wäre der Umsatz um 5 Prozent zurückgegangen.
Der um die volatilen Frachttarife bereinigte Rohertrag reduzierte sich um 6 Prozent auf 2,11 Milliarden, wie es weiter hiess. Im Vorjahr war das Geschäft von Kühne+Nagel im Startquartal stark gewachsen, das die Frachtbewegungen insbesondere in die USA aufgrund der Sorge vor der Einführung hoher Zölle in den USA zugenommen hatten.
Schwächer fielen auch die Ergebnisse aus: Das Betriebsergebnis (EBIT) ging um 15 Prozent auf 343 Millionen Franken zurück, während der Reingewinn um 18 Prozent auf 248 Millionen abnahm. Die Konversionsmarge (Verhältnis EBIT zu Rohertrag) erreichte 16 nach 18 Prozent im Vorjahr.
Mit den Zahlen hat Kühne+Nagel allerdings die Erwartungen der Analysten übertroffen, vor allem beim EBIT und Gewinn. Im Vorfeld wurden ein Nettoumsatz in Höhe von 5,58 Milliarden Franken (AWP-Konsens), ein Rohertrag von 2,10 Milliarden, ein EBIT von 285 Millionen sowie ein Reingewinn von 201 Millionen erwartet.
Nahost-Konflikt in Beobachtung
Einschneidend ist für die Logistikbranche auch der Krieg im Nahen Osten. «Die Seefracht war von den kurzfristigen Disruptionen im Nahen Osten betroffen. Wir verfolgen die Entwicklungen auf den Märkten sehr genau, insbesondere hinsichtlich der steigenden Rohstoffpreise und der daraus resultierenden Konsumnachfrage», wird CEO Stefan Paul dazu zitiert.
Derweil ermögliche es das internationale Netzwerk der Gruppe und das enge Zusammenwirken mit Kunden, jederzeit flexibel auf die sich schnell verändernden Situationen zu reagieren. «Diese Kompetenz und die aktuellen Marktdynamiken stimmen uns zuversichtlich für das zweite Quartal 2026, wozu auch unser konsequentes Kostenmanagement beiträgt», sagte Paul.
Den Ausblick hat Kühne+Nagel leicht angepasst. Im 2026 strebt der Konzern einen operativen EBIT in der Bandbreite von 1,25 bis 1,40 Milliarden Franken an. Bisher lag diese bei 1,2 und 1,4 Milliarden. Das im Oktober 2025 angekündigte Effizienzprogramm wirke sich bereits positiv auf das Ergebnis aus.