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Solarflugzeug Solar Impulse ist in Mexiko abgestürzt

Das Schweizer Solarflugzeug Solar Impulse ist im Golf von Mexiko abgestürzt und dabei vollständig zerstört worden. Ein Bericht der US-Verkehrssicherheitsbehörde bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht des Westschweizer Radios und Fernsehens RTS.

Agentur
sda
08.05.26 - 12:33 Uhr
Wirtschaft
Die beiden Piloten, der Waadtländer Bertrand Piccard und der Zürcher André Borschberg, flogen mit der Solar Impulse 2 um die ganze Welt. (Archivbild)
Die beiden Piloten, der Waadtländer Bertrand Piccard und der Zürcher André Borschberg, flogen mit der Solar Impulse 2 um die ganze Welt. (Archivbild)
KEYSTONE/EPA SOLAR IMPULSE/BERTRAND PICCARD/SOLAR IMPULSE

Ein Leistungsabfall habe zum Absturz des Flugzeugs geführt, teilte das National Transportation Safety Board (NTSB) mit. Der unbemannte Flug sei am Montagmorgen, dem 4. Mai, vom Stennis International Airport im US-Bundesstaat Mississippi gestartet. Das Flugzeug sei dann in internationalen Gewässern in der Bucht von St-Louis abgestürzt. Verletzt wurde niemand. Das NTSB kündigte einen Abschlussbericht nach Ende der laufenden Untersuchungen an.

Historische Weltumrundung

Der Absturz ereignete sich zehn Jahre, nachdem das Flugzeug seine historische Weltumrundung ohne Treibstoff beendet hatte. Am 26. Juli 2016 landete die Solar Impulse 2 in Abu Dhabi, von wo aus sie am 9. März 2015 gestartet war. In 17 Etappen legte das Flugzeug 42'000 Kilometer zurück und überquerte vier Kontinente.

Die beiden Piloten, der Waadtländer Bertrand Piccard und der Zürcher André Borschberg, wechselten sich im Cockpit ab. Das Flugzeug wog nur eineinhalb Tonnen, besass aber die Spannweite eines Boeing 747. Rund 17'000 Solarzellen auf den Flügeln versorgten die Batterien mit Energie und ermöglichten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde.

Verkauf und militärische Nutzung

Drei Jahre nach diesem Erfolg verkaufte die Solar Impulse das Flugzeug an das spanisch-amerikanische Start-up Skydweller. Der Verkaufspreis wurde nie bekannt gegeben. Skydweller wollte das Know-how nutzen, um unbemannte, autonome Fluggeräte für Überwachungszwecke zu entwickeln.

Mit dem Absturz platzt auch der Plan, das Flugzeug in der Schweiz auszustellen. Im Kaufvertrag mit Skydweller war ursprünglich vereinbart worden, dass die Solar Impulse nach ihrer Nutzung in das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern kommen sollte.

Solar-Impulse-Team «betrübt»

Nach dem Verlust des früheren Solar-Impulse-Flugzeugs zeigte sich das Team hinter dem Solarprojekt betroffen. «Auch wenn es sich nicht mehr um das Flugzeug Solar Impulse handelt, da dieses von dem privaten Unternehmen Skydweller Aero übernommen und tiefgreifend verändert worden war, um daraus eine Drohne zu machen, ist das Team von Solar Impulse betrübt über den Verlust eines technologischen Aushängeschilds», hiess es von der Kommunikationsabteilung von Solar Impulse auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

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