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Die TBGN wollen smarter werden

Die Technischen Betriebe Glarus Nord (TBGN) haben in den vergangenen Tagen Parteien und Bevölkerung über wichtige Schritte in die Zukunft informiert. Im Zentrum stehen smarte Lösungen.

Südostschweiz
03.04.19 - 04:30 Uhr
Wirtschaft
Die TBGN setzt die Weichen für die Zukunft.
Die TBGN setzt die Weichen für die Zukunft.
ARCHIV

Von Jürg Huber*

Die Gemeindestrukturreform hat auch in der Stromversorgung für Veränderungen gesorgt. «Die Technischen Betriebe Glarus Nord (TBGN) entstanden aus der Fusion der acht lokalen Elektrizitätswerke», erinnerte Adrian Weitnauer, Verwaltungsratspräsident, an den Ursprung des öffentlich rechtlichen Unternehmens am Informationsanlass für die Parteien in Glarus Nord.

Die zum Teil unterschiedlichen und unabhängigen Systeme musste zuerst unter einem Dach vereinigt werden. In den letzten Jahren ging es deshalb vornehmlich darum, zur Verbesserung der Versorgungssicherheit zusätzliche Verbindungen zwischen den Trafostationen zu realisieren und ein einheitliches Kommunikations- und Steuerungssystem zu implementieren. Dieser Aspekt und die grosse Ausdehnung des Gemeindegebietes haben dazu geführt, dass die Netzkosten im Vergleich zu kompakten Siedlungen des Mittellandes gross sind. «Wir sind schon alleine deshalb nicht mit einer Kleinstadt mit 10 000 Einwohnern vergleichbar», denn die Energie muss vom Kerenzerberg bis an den Obersee verteilt werden.

«Das ganze Netz wird einfacher zu steuern sein.»
Toni Bürge, TBGN-Geschäftsführer

In diesem Bereich haben die TBGN bereits einen grossen Schritt vorgenommen. Die gewichtigsten Probleme sind gelöst, was die Kostenseite entlastet. Dieser Erfolg wird dem Stromkunden in Form von tieferen Tarifen zurückgegeben. In naher Zukunft wird dank dem Aufbau des Smart-Grid, also des intelligenten Stromnetzes, eine weitere Qualitätsverbesserung erreicht. «Das ganze Netz wird einfacher zu steuern und kann künftig auch grössere private Stromproduzenten besser berücksichtigen,» erklärte Geschäftsführer Tony Bürge. Im Rahmen der Energiestrategie 2050 kämen weitere Herausforderungen auf die Energieversorger zu.

Mit Fotovoltaik wird nicht nur Strom bezogen, sondern je nach Tageszeit auch mehr Strom ins System eingespeist. «Auch die Entwicklung der Gemeinde selber gibt uns gewisse Aufgaben vor.» Seien es nun grosse Überbauungen oder die Industrieansiedlung beim Flugplatz, die zusätzliche Infrastruktur in Form von Trafostationen, Verbindungsleitungen und Kommunikationsinfrastruktur erfordern. Dies alles auch im Hinblick darauf, dass der Preis für den Nutzer möglichst tief und die Abgaben für die Gemeinde möglichst hoch ausfallen sollen. Ein komplexes Themenfeld, das die Verantwortlichen der Technischen Betriebe den Anwesenden aufzufächern wussten.

*Jürg Huber ist Pressebeauftragter der Glarner Handelskammer.

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