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Die GRB knackt die 600-Millionen-Grenze

Die Glarner Regionalbank blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Trotz Veränderung in der Geschäftsleitung und Projekten wie dem Neubau in Glarus wurde der Gewinn gesteigert.

Südostschweiz
05.03.19 - 04:30 Uhr
Wirtschaft
Die Bankspitze: Roman Elmer (links), Elfie Luchsinger und Martin Rhyner.
Die Bankspitze: Roman Elmer (links), Elfie Luchsinger und Martin Rhyner.
PRESSEBILD

Erstmals in der Geschichte der Glarner Regionalbank (GRB) ist die Bilanzsumme auf über 600 Millionen Franken gestiegen, was laut einer Mitteilung «vom grossen Vertrauen der Kundinnen und Kunden in die kleine und persönliche Bank» zeugt. Dank des soliden Zinsgeschäfts, das um 4,5 Prozent ausgebaut wurde, und einem gleichzeitig um 3,6 Prozent gesunkenen Geschäftsaufwand konnte ein auf 2,76 Millionen Franken gesteigerter Geschäftserfolg ausgewiesen werden. Und dies, obwohl im vergangenen Jahr einige grosse Projekte umgesetzt oder begonnen wurden.

Die GRB führt den Erfolg auf die «gelebte Nähe zu ihren Kundinnen und Kunden» zurück. Das Resultat seien die vielen neuen Hypothekarfinanzierungen, die im ganzen Kantonsgebiet abgeschlossen worden seien. Einmal mehr habe sich gezeigt, dass persönliche Beratung, gepaart mit kurzen Entscheidungswegen, wichtige Erfolgsfaktoren seien. Diese Werte ziehen erfreulicherweise auch Neuzuzüger an.

Wachstum bei Hypotheken

So konnte die GRB Glarner Regionalbank 2018 ein robustes Wachstum der Hypothekarforderungen von 6 Prozent ausweisen. Dabei wurde gleich der nächste Meilenstein geknackt: Die Hypothekarforderungen belaufen sich zum ersten Mal auf über eine halbe Milliarde Franken.

Die Forderungen gegenüber Kunden nahmen um 10,2 Prozent oder 3,88 Millionen Franken ab, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Dies sei vor allem dem intensiven Wettbewerb bei kommerziellen Krediten geschuldet. Insgesamt konnten die Kundenausleihungen um rund 4,8 Prozent auf 537,38 Millionen gesteigert werden.

Trotz der anhaltend tiefen Marktzinsen und der sinkenden Zinsmargen steigerte sich der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft gegenüber dem Vorjahr um rund 4,5 Prozent. Dieses gute Ergebnis sei «dank der gewohnt vorsichtigen und nachhaltigen Kredit- und Risikopolitik der GRB» erreicht worden, so die Mitteilung.

Sinkender Sachaufwand

Als nachhaltige Trendwende sei die Entwicklung beim Sachaufwand zu bezeichnen, der im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 Prozent auf 2,43 Millionen Franken gesenkt wurde. Grund für diese spürbar tieferen Kosten seien neben einem vorausschauenden Kostenmanagement auch gesunkene Kosten für die EDV. Der Einkauf von Leistungen über einen Verbund von 26 verschiedenen Regionalbanken in Kombination mit neu abgeschlossenen IT-Verträgen wirke sich positiv aus.

Gewinn trotz Neubaus

Die sichtbare Investition in die neue Filiale in Glarus, aber auch die Umsetzung einer EDV-Migration führten zu deutlich höheren Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten. Der Jahresgewinn stieg trotz der höheren Abschreibungen und leicht höheren Steuern (0,42 Mio.) um 2 Prozent auf 1,88 Millionen.

Mit dem Neubau der Filiale in Glarus will die GRB Glarner Regionalbank einen weiteren Schritt in die Zukunft machen. Die Filiale werde im Herbst 2019 eröffnet und dem Publikum präsentiert. Zukunftsgerichtet sind auch alle laufenden und weiteren Investitionen in das Online-Angebot, das neben einem erneuerten Filialnetz unerlässlich sei für eine moderne Bank. Damit will die Glarner Regionalbank ihre Dienstleistungen zeitgemäss abrunden und alle Generationen von Kundinnen und Kunden ansprechen.

Die wichtigsten Kennzahlen der Glarner Regionalbank im Jahr 2018

2,76

Millionen Franken

2,43

Millionen Franken

1,88

Millionen Franken

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