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Das neuste «Kind» ist ein Whisky

Hopfen und Malz, Gott erhalts: Seit 190 Jahren braut die Brauerei Adler in Schwanden Bier. Nun gibt es erstmals gebrannten Malz zu kaufen.

Südostschweiz
10.09.18 - 05:44 Uhr
Wirtschaft
Martinsloch statt Loch Ness: Mathias Oeschger erklärt, woher der Schwandner Whisky seinen Namen hat.
Martinsloch statt Loch Ness: Mathias Oeschger erklärt, woher der Schwandner Whisky seinen Namen hat.
MELISSA STÜSSI

Es wäre ein Stilbruch, heute Wein zu trinken», sagt Gemeindepräsident Matthias Vögeli zu Beginn seiner Rede an der 190-Jahr-Feier der Brauerei Adler. Beim Apero im Saal des Restaurants «Adler» in Schwanden wird viel Lob für die Familie Oeschger ausgesprochen. Diese führt die Brauerei Adler nun schon in fünfter Generation. 
Auch der Präsident des Verwaltungsrats, Mathias Jenny, hält eine Ansprache. Die Rede ist von Willenskraft und Kontinuität, Durchhaltevermögen und Innovation. Ohne diese Eigenschaften hätte es die Brauerei Adler nicht so weit geschafft. In der Schweiz gebe es rund 1000 Brauereien, und nur drei oder vier seien so alt. 
Gegründet wurde Adler Bräu 1828 von «Adler»-Wirt Fridolin Tschudi, und während der letzten 190 Jahre habe die Brauerei viele Höhen und Tiefen überstehen müssen. 
Dass sie auch heute noch innovativ ist, beweist die Familie Oeschger mit der Präsentation eines neuen Whiskys, den sie in Zusammenarbeit mit Schnapsbrenner Martin Pianta hergestellt hat. Nachwuchsbrauer Mathias Oeschger erklärt: «Bei Whisky denkt man an Schottland und Loch Ness, daher kam der Name ‘Martinsloch’.»


Besucher suchen ihr Glück am Glücksrad


Vor der Brauerei haben sich etliche Leute versammelt. Der Rundgang durch die Brauerei lockt nicht nur durch interessante Apparaturen, sondern auch mit dem extra umgebauten Bierkeller, in dem Martin Pianta selbst den neuen «Martinsloch»-Whisky vorstellt und zur Degustation anbietet. 
Selbstredend ist fast kein Durchkommen mehr im Keller. Einige Leute haben sich sogar Wochen im Voraus einen Whisky mit einer bestimmen Nummer reservieren lassen. Denn die Flaschen sind nummeriert, und deren Anzahl ist auf 316 limitiert. 
Viele Besucher versuchen sich in der Abfüllhalle am Glücksrad oder dem Wettbewerb um einen 100-Franken-Gutschein der Brauerei. Die gute Stimmung wird von der Harmoniemusik unterstützt und später von den Rämlers. Adler Bräu zeigt sich von seiner besten Seite und dürfte so auch bis zum 200-Jahr-Jubiläum und darüber hinaus erfolgreich weitermachen.

316 Flaschen: So viele Exemplare gibt es vom neuen Glarner Whisky zu kaufen - in nummerierten Halbliter-Flaschen.

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