Ein wenig Kritik, aber ganz viel Lob für die Kantonalbank
Die GV der Glarner Kantonalbank am Freitagabend hat allen Geschäften zugestimmt. Einverstanden war die Versammlung auch mit der Speisung von 500 000 Franken für die Stiftung «für ein starkes Glarnerland».
Die GV der Glarner Kantonalbank am Freitagabend hat allen Geschäften zugestimmt. Einverstanden war die Versammlung auch mit der Speisung von 500 000 Franken für die Stiftung «für ein starkes Glarnerland».
von Aldo Lombardi
Wiederum durften die rund 940 Aktionärinnen und Aktionäre über einen roten Teppich die Lintharena betreten und sich dort zuerst mit einem Drink und einem Apérogebäck stärken.
«2017 war für die Glarner Kantonalbank wiederum ein sehr erfolgreiches und spannendes Jahr.» Mit diesen Worten eröffnet Verwaltungsratspräsident Martin Leutenegger die GV der Glarner Kantonalbank (GLKB). Besondere Freude mache ihm die Entwicklung der GLKB-Aktie, habe sich diese doch 2017, mit einem Kursanstieg von 34 Prozent, wiederum sehr positiv entwickelt, fuhr Leutenegger fort. Freude mache ihm aber auch der Blick auf die strategischen Kennzahlen per Ende 2017.
23 Projekte unterstützt
Der VR-Präsident erwähnte sodann die Stiftung der GLKB «für ein starkes Glarnerland», die im letzten Jahr 23 Projekte mit rund 230 000 Franken unterstützt habe. Im Segment KMU und Wohnen genehmigte die Stiftung im Berichtsjahr aus dem ordentlichen Stiftungsvermögen rund 300 000 Franken. «Die Glarner Kantonalbank setzt sich auch für die Jugend ein», sagte Leutenegger. Zusammen mit 23 anderen Kantonalbanken engagiere sie sich im Verein Finance Mission für die Förderung der Finanzkompetenz von Jugendlichen.
«Die Mitarbeitenden sind das grösste Kapital unserer Bank.»
Hanspeter Rhyner, Vorsitzender der Geschäftsleitung
Im letzten Jahr hat der Verwaltungsrat zusammen mit der Geschäftsleitung die Gesamtbankstrategie für die Strategieperiode 2018 bis 2022 erarbeitet. Die Kantonalbank bringe die Dualstrategie in ihrem Leitbild «digital und persönlich» prägnant auf den Punkt, erklärte Martin Leutenegger zum Abschluss seiner Rede.
30 neue Arbeitsplätze in vier Jahren geschaffen
Auch Hanspeter Rhyner, Vorsitzender der Kantonalbank-Geschäftsleitung, sprach von einem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2017 und nannte die wichtigsten Kennzahlen (die «Südostschweiz» berichtete). Rhyner erwähnte ferner, dass die Bank in den letzten vier Jahren mehr als 30 neue Arbeitsplätze geschaffen habe und heute 211 Mitarbeitende zähle, davon seien 15 Lernende. «Die Mitarbeitenden sind das grösste Kapital unserer Bank», fuhr Rhyner fort. Der Redner verwies zudem auf das Engagement ausserhalb der Bank und nannte die grosse finanzielle Unterstützung bei der Boulderhalle in Näfels und bei der Eisfeldüberdachung im Buchholz in Glarus.
Die Behandlung der statutarischen Geschäfte ging fast diskussionslos über die Bühne. Die Abstimmungen erfolgten wieder mit den elektronischen Abstimmungsgeräten der Firma Nimbus, wobei jeweils innert Minuten das Resultat auf der Leinwand erscheint.
Die Zustimmungsskala zu den Geschäften und Wahlen lag stets bei 98 bis 99 Prozent. Die Versammlung genehmigte gerne die Dividende von 90 Rappen pro Aktie und befürwortete eine Zuweisung von 500 000 Franken an das Sondervermögen der Stiftung «für ein starkes Glarnerland».
Der verbleibende Verwaltungsrat mit Martin Leutenegger als Präsident und den Mitgliedern Rolf Widmer, Peter Rufibach, Jürg Zimmermann, Rudolf Stäger, Urs P. Gnos und Markus Heusler wurde bestätigt. Zu den Wahlen gab es von zwei Votanten etwas Kritik, dass nämlich der Verwaltungsrat genau wie auch die Geschäftsleitung der Glarner Kantonalbank nach wie vor nur aus Männern bestehen würde.
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