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Trotz 1000 Schadenfällen ein Rekordjahr

Das vergangene Jahr ist für die kantonale Sachversicherung Glarnersach aus finanzieller Sicht eines der erfolgreichsten der Geschichte.

Südostschweiz
03.04.18 - 12:15 Uhr
Wirtschaft
Hansueli Leisinger, Martin Leutenegger und Jürg Stadler (von links), präsentieren das Rekordjahr der Glarnersach Versicherung.
Hansueli Leisinger, Martin Leutenegger und Jürg Stadler (von links), präsentieren das Rekordjahr der Glarnersach Versicherung.
MARCO LÜTHI

Vier der fünf Jahresrechnungen der kantonalen Sachversicherung Glarnersach schliessen positiv ab. Und alle fünf besser als budgetiert. Die Rekordergebnisse bestätigen und stärken laut einer Mitteilung die finanzielle Situation der Glarnersach. Weiter garantieren sie die längerfristige Leistungserbringung in Schadenverhütung (Prävention), Schadenbekämpfung (Intervention) sowie Versicherung. Dies gab das öffentlich-rechtliche Dienstleistungsunternehmen am Dienstag anlässlich der jährlichen Bilanzpressekonferenz bekannt.

Im Berichtsjahr leisteten die Glarner Feuerwehren 225 Einsätze. Das sind knapp 100 Einsätze weniger als im Jahr zuvor, heisst es im Jahresbericht. Zurückzuführen ist dies vor allem auf ausbleibende Elementarereignisse wie Hochwasser. Der Grossbrand des  Zimmereibetriebes Marti im September in Matt zeigte jedoch, dass das Glarner Feuerwehrwesen funktioniert und das Projekt Feuerwehr Futura erfolgreich umgesetzt ist. Sorgen bereiten die Normierung und die entstehenden Kosten, welche die ohnehin schon angespannte Finanzsituation im Glarner Feuerwehrwesen belastet, hiess es am Dienstag vor den Medien.

Der Schadenverlauf nach Branchen. PRESSEBILD
Der Schadenverlauf nach Branchen. PRESSEBILD

Die Gesamtschadenbilanz 2017 liegt mit über 1000 Schadenfällen und 6,3 um 3,0 Millionen Franken über dem Vorjahr und in der Zehnjahresstatistik an zweitletzter Stelle. Dazu haben in erster Linie die Feuerschäden mit einem Anteil von 70 Prozent beigetragen. Die Wasserschäden bewegen sich mit einem Anteil von 20 Prozent auf hohem Niveau, wogegen die Elementarschäden mit knapp 5 Prozent auf Tiefstniveau liegen.

Dank der Anlagestrategie konnte aus den Finanzanlagen eine Gesamtrendite von sieben Prozent erzielt werden. Vom erfolgreichen Ergebnis profitiert die ganze Bevölkerung. Bund, Kanton und Gemeinden erhalten 1,1 Millionen Franken in Form von Steuern und einer Gewinnausschüttung. (so)

Die Glarnersach ist ein öffentlich-rechtliches Dienstleistungsunternehmen, für das weitsichtige Glarner Bürger bereits 1789 an der Landsgemeinde den Grundstein zur Kantonalen Sachversicherung Glarus gelegt haben. 1811 wurde der Betrieb aufgenommen.

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