Glarner wollen anders gestaltete Hauptstrasse
Eine Stadt, in der man gerne wohnt und einkauft. Das sehen die Lädeler und Hauseigentümer in Glarus nach wie vor. Was sich für die Zukunft noch verbessern muss, sagen sie in der laufenden Stadtentwicklungs-Werkstatt. Der Verkehr soll dem nicht im Weg stehen.
Eine Stadt, in der man gerne wohnt und einkauft. Das sehen die Lädeler und Hauseigentümer in Glarus nach wie vor. Was sich für die Zukunft noch verbessern muss, sagen sie in der laufenden Stadtentwicklungs-Werkstatt. Der Verkehr soll dem nicht im Weg stehen.
Trotz warten auf die Umfahrungen von Näfels und Netstal: Glarus ist nach Zürich hin gut erschlossen und auch darum fürs Wohnen attraktiv. Das sagen die Stadtentwickler, die das Projekt «Zukunft Innenstadt» leiten. Mit ihnen haben Laden- und Bürobesitzer sowie Wirte und Hauseigentümer sich getroffen, und nun liegt der Bericht zu den Workshops vor. Der gemeinsame Schluss: Die Innenstadt ist fürs Wohnen attraktiv, und die Hausbesitzer sollten hier investieren.
Die Beteiligten wollen, dass der Kanton und die Gemeinde gemeinsam die Kantonsstrasse neu gestalten und den Verkehr erträglich gestalten.
Sie sind der Meinung, Tempo 50 sei nicht mehr zeitgemäss, und sie finden dabei mehrheitlich Tempo 30 mit Auto-Vortritt passender als die Begegnungszone mit Tempo 20 und Fussgänger-Vortritt. Und die Grundeigentümer würden Langzeitparkplätze aufheben zugunsten von Kurzzeitparkings.
Gedämpft optimistische Lädeler
Zur Geschäftsentwicklung geben die Detaillisten eine Schätzung, wie der Umsatz seit 2011 gewachsen oder gesunken sei. Laut Zusammenfassung ist die Geschäftsentwicklung «etwa gleich bleiben, eine leichte Tendenz zum Abwärts». Die Angaben liegen meist zwischen 90 und 110 Prozent, einzelne schätzen aber auch eine Halbierung oder eine Verdoppelung seit 2011.
Auf die Frage, ob ihr Geschäft in fünf Jahren noch existiere, sagt die Hälfte «ja», ein weiterer Sechstel «eher ja» und ein Viertel «vielleicht».
Die Hälfte von ihnen wünscht sich ein neues Verkehrssystem, fürs Parkieren ein weiteres Parkhaus, am besten beim Zaunplatz, und mehr Kurzzeitparkplätze vor den Läden.
Nord-Süd statt Ost-West?
Ums Einkaufen steht es aus Sicht der Machergruppe nicht schlecht. Damit es gut bleibt, wollen die «Macher» das Zentrum stärken. Diese Lädeler, Dienstleister und Wirte setzen nicht auf die West-Ost-Achse zwischen Bahnhof und Rathaus, wie es die Planer vorschlagen. Sie wollen eine mehr der alten Einkaufsmeile entsprechende Nord-Süd-Achse zwischen Gemeindehaus und Spielhof. «Mehr hochwertige Geschäfte in der Innenstadt», diesem Wunsch widerspricht niemand. Weiter soll Glarus in die Cafés, Restaurants und Hotels investieren, weil Glarus damit den Tourismus fördern kann. Denn: «Bergtourismus und Innenstadt kombiniert haben Potenzial.» Und weil ein Seminarhotel fehle.
Glarus gemeinsam vermarkten
Die Lädeler finden gut, sich gemeinsam für einen attraktiven Ladenmix und abgestimmte Ladenöffnungszeiten einzusetzen. Für eine gemeinsame Vermarktung der Stadt ebenso, bis hin zu Erlebnisführungen, allenfalls mit einer gemeinsamen Dachmarke wie in Appenzell. Und wie würden die Befragten 20 Quadratmeter gestalten, die vor ihrem Haus frei wären? Für diesen Fall wünschen sie sich Bänke, Veloparkplätze, Bäume.

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