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Glarner Regionalbank auf Kurs

Die Glarner Regionalbank hat sich 2017 in fast allen Geschäftsbereichen gesteigert. Nur längerfristige Anlagen sind wegen des tiefen Zinsniveaus wenig gefragt. Mit dem Jahresergebnis ist die Bank aber mehr als zufrieden.

Südostschweiz
06.03.18 - 04:30 Uhr
Wirtschaft
Sehr zufrieden: Die GRB-Geschäftsleitung mit Martin Rhyner (von links), Dieter Elmer, Elfie Luchsinger und Roman Elmer freut sich über das gute Jahresergebnis.
Sehr zufrieden: Die GRB-Geschäftsleitung mit Martin Rhyner (von links), Dieter Elmer, Elfie Luchsinger und Roman Elmer freut sich über das gute Jahresergebnis.
PRESSEBILD

Das gute Ergebnis bestätige das Vertrauen der Kundinnen und Kunden, spiegle aber auch das Engagement aller Mitarbeitenden wider, so der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Glarner Regionalbank (GRB).

Dank des soliden Zins- und Kommissionsgeschäfts konnte die GRB den Bruttoerfolg um 5,5 Prozent auf 7,8 Millionen Franken steigern. Obwohl der Geschäftsaufwand ebenfalls höher ausfiel, liegt der Jahresgewinn mit 1,8 Millionen Franken 6,8 Prozent über dem Vorjahr. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Rahmen des Vorjahres ebenfalls um rund 6 Prozent auf 578,5 Millionen Franken.

Massgeschneiderte Angebote

Die Bank verzeichnete über das ganze vergangene Jahr viele Anfragen für Finanzierungen. Eine Vielzahl der Beratungstermine seien aufgrund von Empfehlungen zustande gekommen, heisst es in einer Medienmitteilung der GRB. Dies sei für die Bank sehr wertvoll, weil es im Ausarbeiten einer Finanzierungslösung um weit mehr als nur um den Preis gehe. Im Vordergrund stünden Individualität und massgeschneiderte Angebote anstelle von Paketlösungen.

Ein Wachstum in den Ausleihungen von 30,4 Millionen Franken zeige, dass dieser Ansatz sehr gefragt ist. So konnten die Hypothekarforderungen bei unverändert lebhaftem Wettbewerb um 6,6 Prozent auf 474,6 Millionen Franken gesteigert werden.

Anstieg der Kundengelder

Die Kundengelder haben sich laut Medienmitteilung ebenfalls überdurchschnittlich erhöht; genauer um 5,5 Prozent auf 448,2 Millionen Franken. Diese Entwicklung führt die Bank auf die Verbundenheit mit der Region und das Vertrauen seitens der Kundschaft zurück.

Als Folge des tiefen Zinsniveaus könnten sich die Anleger derzeit nur bedingt für eine längerfristige Anlage entschliessen, heisst es von der Bank. Somit sanken die Kassenobligationen auf einem Bestand von 33,4 Millionen um 1,1 Prozent. Zur Schliessung der Refinanzierungslücken wurden weitere 9 Millionen Franken an Pfandbriefdarlehen aufgenommen.

Der Bruttoerfolg aus dem Zinsengeschäft erhöhte sich gegenüber 2016 um rund 3,6 Prozent. Dazu haben laut GRB drei wesentliche Faktoren beigetragen: das qualitative Wachstum der Hypothekarforderungen, ein aktives Bilanzstrukturmanagement sowie ein vorausschauendes Cash-Management.

«Angesichts der grossen Herausforderungen, welche die anhaltende Negativzinsphase für die Schweiz und somit auch für die Banken gebracht hat, kann das erzielte Jahresresultat nicht hoch genug gewürdigt werden», heisst es in der Medienmitteilung weiter. Dies umso mehr, als auf eine Weitergabe derartiger Kosten an die Kunden verzichtet worden sei. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte um über 18,5 Prozent gesteigert werden. Im Wertschriften- und Anlagegeschäft entwickelten sich die Erträge sehr positiv (+26,5 Prozent). Eine Zunahme verzeichnet ebenfalls der Kommissionsertrag aus dem übrigen Dienstleistungsgeschäft (+9,7 Prozent).

Längere Präsenzzeiten

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft konnte ebenfalls um rund 18,7 Prozent gesteigert werden. Gute Devisenumsätze der Kunden, Kauf und Verkauf von Fremdwährungen am Schalter sowie Buchgewinne, vor allem durch den im vergangenen Jahr erstarkten Euro, hätten zu diesem sehr guten Ergebnis beigetragen. Wie erwartet, nahm auch der Geschäftsaufwand um etwas mehr als 6 Prozent zu. Deshalb habe man den durchschnittlichen Personalbestand ausgebaut, die Präsenzzeiten erweitert und die jüngste Filiale in Niederurnen ausgebaut.

Nach der Erweiterung in Niederurnen soll auch die Bank in Glarus umgebaut werden. So könne sie ihre Kunden noch diskreter und umfassender beraten, heisst es. In modernen und kundenfreundlichen Räumen würden sie von der «kompetenten und persönlichen Beratung» folglich noch stärker profitieren.

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