Glarner Regionalbank baut in Glarus neu
Die Genossenschaftsbank aus Glarus Süd ersetzt und vergrössert ihr Haus an der Burgstrasse. Was nicht etwa heisst, dass sie den Hauptsitz dorthin verlegen wird.
Die Genossenschaftsbank aus Glarus Süd ersetzt und vergrössert ihr Haus an der Burgstrasse. Was nicht etwa heisst, dass sie den Hauptsitz dorthin verlegen wird.
Neu soll das ganze Haus Burgstrasse 16 in Glarus bis zum First etwa 15 Meter hoch sein, auch der bisher flach überdachte östliche Teil zur Stampfgasse hin. Die Glarner Regionalbank will ihr heutiges Haus abreissen und neu bauen.
Das Gebäude sei relativ alt und vor allem in den oberen Etagen längere Zeit nicht erneuert worden, sagt Roman Elmer, designierter Vorsitzender der Geschäftsleitung. Darum der Ersatzneubau: «So entsteht eine komplett neue Bank.» Kein Thema ist aber laut Elmer, den Hauptsitz zu verlegen: «Wir bleiben in Schwanden und damit unseren Wurzeln verbunden.»
Wachstum im Glarner Mittelland
Den Kunden könne die GRB so künftig eine repräsentative und zeitgemässe Kundenzone, den Mitarbeitern einen modernen Arbeitsplatz bieten. Mehr ändere sich nicht. «Trotz dem Trend zur Digitalisierung ist uns die persönliche Beratung wichtig», erklärt Elmer den Entscheid für eine Erneuerung und dafür, dass auch eine gewisse Reserve eingeplant sei. So investiere die GRB in das Filialnetz, um die Kunden auch künftig optimal betreuen zu können. Ausserdem werden im Dachstock repräsentative Räume für Anlässe eingeplant, ergänzt er. Ein grosses Sitzungszimmer und ein Vortragssaal sind auf den Plänen zu sehen.
Elmer hofft, dass mit den Arbeiten bereits im Mai 2018 begonnen werden könne und bis Spätsommer oder Herbst 2019 die neue Bank bezugsbereit sei. Bis dahin werden die Kunden in einer provisorischen Bank in einem Container bedient. Ungefähr zeitgleich und unmittelbar bei der Baustelle für die Kinoüberbauung («Salzwaag»-Areal) könnte also auch in der Burgstrasse gebaut werden. In dieser Überbauung hat sich die GRB auch einige Tiefgaragenparkplätze gesichert.
Für die Kunden dürfte vor allem der Auftritt moderner werden. Der Geldautomat soll nicht mehr im Freien, sondern im Windfang hinter einer Glastür stehen. Und von der Burgstrasse führt künftig neben der Treppe auch eine Rampe zum leicht erhöhten Erdgeschoss, sodass die Bank auch mit dem Rollstuhl gut zugänglich ist.
Auf dem Grundstück in der Kernzone soll das heutige Haus auf vier Geschossen brutto 808 Quadratmeter Fläche haben, gut einen Fünftel mehr als heute. Die Baukosten werden mit total 4,8 Millionen Franken angegeben.
Für das Projekt zeichnen Furrer Jud Architekten aus Zürich verantwortlich. Sie sind aus einem Wettbewerb als Sieger hervorgegangen, wie Elmer erklärt, und haben aus Sicht von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung das beste Projekt vorgeschlagen. Furrer Jud Architekten seien das einzige auswärtige Büro, das man eingeladen hat: «Und einer der Partner ist ein Glarner.» So bleibe ein regionaler Bezug erhalten.
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