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KVA sorgt für höhere Strompreise in Glarus Nord

Die KVA beharre auf hohen Strompreisen für Glarus Nord, obwohl die Marktpreise tief seien. Mit dieser Begründung erhöhen die Technischen Betriebe die Energiepreise für Haushalte und Gewerbe.

Fridolin
Rast
12.09.17 - 18:33 Uhr
Wirtschaft
Die Strompreise werden in Glarus nur für Haushalte und kleine Gewerbe erhöht.
Die Strompreise werden in Glarus nur für Haushalte und kleine Gewerbe erhöht.
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Die Zweiteilung des Strommarktes führt auch in Glarus Nord dazu, dass die Haushalte und die kleinen Gewerbebetriebe nächstes Jahr höhere Preise bezahlen. Für Gewerbe und Industrie, die viel Strom über einen eigenen Hochspannungsanschluss beziehen, erhöhen die Technischen Betriebe Glarus Nord (TBGN) dagegen die Preise nicht, wie sie in einer Mitteilung schreiben.

Ein Durchschnittshaushalt muss laut den TBGN pro Monat 1.55 Franken mehr bezahlen, pro Jahr sind das 19.95 Franken, und zwar für die reinen Energiekosten.

Schlichtung statt Kompromiss

Seit 2012 haben die TBGN eine Partnerschaft mit der KVA Linth, so die Mitteilung weiter. Damit könnten sie den Grundbedarf für Haushalte und Gewerbe lokal decken und dem Wunsch der Kunden entsprechen.

In einem Vertrag seien die Energiepreise für die Jahre 2016 bis 2019 bestimmt worden. Aber, so die TBGN: «In der Zwischenzeit hat sich der Marktpreis massiv reduziert.» Die Stichworte dazu: Überangebot an Strom aus erneuerbaren Quellen, tiefe Preise für die fossilen Energieträger Öl und Kohle wie auch die Emissionszertifikate.

Zusammen mit der KVA habe man bisher jeweils einen Kompromiss gefunden, doch für das kommende Jahr sei dies den TBGN «leider verwehrt worden». Auf 2018 habe nun die KVA die Preise erhöht, und ein Teil der Erhöhung müsse den Niederspannungskunden belastet werden.

Aufseiten der KVA Linth sagt Verbandspräsident Markus Schwizer auf Anfrage, man habe wie 2016 vereinbart eine Schlichtung durch Fachleute eingesetzt und den Preis entsprechend der Empfehlung übernommen. Der Vertrag sehe einen Minimal- und einen Maximalpreis vor, und der neu fixierte Preis liege noch unter jenem Minimum.

Auch Energiestrategie 2050 kostet

Zusätzlich wird der Strom durch die Energiestrategie 2050 teurer. Der Bund will die Abgabe für die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) von 1,4 auf 2,2 Rappen pro Kilowattstunde erhöhen. So muss ein Haushalt in Glarus Nord 2018 total 27,3 Rappen im Hochtarif und 21,16 Rappen im Niedertarif bezahlen pro Kilowattstunde.

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