Wie durchschnittlich pendeln die Glarner?
Wo fahren die Glarner hin, wozu und womit? Die neue Schweizer Mobilitätsstatistik ist da. Doch die Daten zum Kanton Glarus sind gering. Da bleibt nur der Vergleich mit den anderen Schweizern. Wagen Sie einen Selbstversuch.
Wo fahren die Glarner hin, wozu und womit? Die neue Schweizer Mobilitätsstatistik ist da. Doch die Daten zum Kanton Glarus sind gering. Da bleibt nur der Vergleich mit den anderen Schweizern. Wagen Sie einen Selbstversuch.
Rund 60 Prozent der Glarner Pendler nutzen ihr Auto, um zur Arbeit zu gelangen. Und im schweizweiten Vergleich gibt es hierzulande auffällig viele Fernpendler, also Menschen, die mehr als 50 Kilometer pro Weg hinter sich lassen, bis sie an ihrem Arbeitsplatz sind. Ausserdem ist den aktuellen Daten des Bundesamtes für Statistik (BfS) zu entnehmen, dass mehr Menschen aus dem als in das Glarnerland pendeln und – wenn wundert es? – dass Glarus zu den Kantonen gehört, in dem sehr viele Menschen ein Auto oder ein anderes Fahrzeug besitzen. So weit so klar.
Doch das war es eigentlich schon zum Kanton. Wer wissen will, ob er ein Durchschnittsschweizer oder als Glarner etwas Besonderes ist, dem bleibt nur der persönliche Vergleich mit den anderen Eidgenossen.
Das Auto fährt vorneweg
Laut den Zahlen des BfS pendelt fast jeder Schweizer Erwerbstätige zu seinem Arbeitsplatz. 70 Prozent arbeiten ausserhalb ihrer Wohngemeinde, und etwas mehr als jeder Zweite nutzt das Auto, um zur Arbeit zu gelangen. Nur 30 Prozent der Pendler fahren mit dem Bus oder Zug und 16 Prozent gehen zu Fuss oder nehmen das Velo.
Durchschnittlich werden von den Pendlern 14,5 Kilometer bis zur Arbeit zurückgelegt, und dafür benötigen die meisten etwa 30 Minuten. Die Tagesdistanzen der Männer sind im Mittel rund einen Drittel länger als jene der Frauen.
Und: Erkennen Sie schon Parallelen zu Ihrem Alltag oder zu jenem Ihrer Familie?
Zu den rund 3,9 Millionen Arbeitspendlern kommen in der Schweiz noch etwa 800 000 Ausbildungspendler dazu. Sie nutzen, anders als die Arbeitspendler, vorzugsweise den öffentlichen Verkehr. Dabei legen Lehrlinge, Studierende und Schüler im Schnitt 20 Kilometer zurück, bis sie an ihrer Ausbildungsstätte sind.
Die halbe Welt umrunden
Ob erwerbstätig oder nicht – im Schnitt bringen alle Schweizer ab sechs Jahren täglich rund 37 Kilometer hinter sich. Dafür brauchen sie etwa 90 Minuten. Werden alle Strecken zusammengezählt, kommt jeder Einzelne pro Jahr auf 24 850 Kilometer – das ist mehr als eine halbe Erdumrundung.
Tatsächlich kommen die meisten Schweizer wohl nicht ganz so weit. Die beliebtesten Reiseziele sind neben denen im eigenen Land solche in Deutschland, Italien oder Frankreich.
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