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Höher und kürzer

In der Schweiz werden vermehrt doppelstöckige Busse und Postautos eingesetzt. In Graubünden fahren aktuell vier, die bald ersetzt werden.

Philipp
Wyss
16.04.17 - 19:19 Uhr
Wirtschaft

Seit zwei Jahrzehnten verkehren in der Schweiz doppelstöckige Linienbusse, in Graubünden Postautos. Im kommenden Monat wird die Postauto AG um St. Gallen den ersten Doppelstöcker der dritten Generation in Betrieb nehmen. Dieser stammt nicht wie seine Vorgänger aus Deutschland, sondern aus Grossbritannien. Das ist für die Schweiz eine Premiere.

 

Auch in der Postauto-Region Graubünden verkehren vier Doppelstöcker; vor allem auf den Freizeitlinien Chur–Bellinzona und Chur–Julier. Und zu Stosszeiten gelegentlich auch in der Agglomeration Chur, wie es bei Postauto Schweiz auf Anfrage hiess. «Weil auf diesen Strecken der touristische Aspekt wichtig ist und die Fahrten bis zu zwei Stunden dauern, haben diese Fahrzeuge einen erhöhten Komfort, also zum Beispiel noch bequemere Sitze und einen grossen Gepäckraum», so Katharina Merkle von Postauto Schweiz.

 

Die Region Graubünden ersetzt diese vier Fahrzeuge altershalber im Mai 2018 und 2019. Derzeit wird die Beschaffung geplant. Doppelstöcker sind in der Herstellung etwas teurer als Gelenkbusse, dafür im Unterhalt etwas günstiger. Genaue Zahlen gibt die Postauto AG nicht bekannt.

 

Die neuen Doppelstöcker für die Region St. Gallen bieten 120 Plätze, zwei Drittel davon sind Sitzplätze. Das Verhältnis bei Gelenkbussen ist gerade umgekehrt. Die neuen Busse sind 13 Meter lang und 4 Meter hoch. Im Vergleich ist ein Gelenkbus mit gleich vielen Plätzen bis zu sechs Meter länger. Das ist insbesondere auf kurvenreichen Strecken heikel.

 

Der Hersteller baut die meisten Fahrzeuge für Übersee, von Kanada bis Singapur oder Hongkong. Sie werden sowohl innerstädtisch wie auch als Schnellbusverbindungen eingesetzt.

Postauto-Haltestelle beim Bahnhof Chur im Jahr. 1979 ARCHIVBILD
Postauto-Haltestelle beim Bahnhof Chur im Jahr. 1979 ARCHIVBILD

Philipp Wyss ist Wirtschaftsredaktor der gemeinsamen Redaktion der Zeitung «Südostschweiz» und der Internetseite «suedostschweiz.ch».

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