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So schauen wir auf die Olympischen Spiele zurück

Am Sonntag gehen die Olympischen Winterspiele zu Ende. Wir blicken zurück auf die Auftritte der Südostschweizer und Schweizer Sportler in Peking.

20.02.22 - 12:04 Uhr
Schneesport
Vorbei: Die Olympischen Winterspiele in Peking sind Geschichte.
Vorbei: Die Olympischen Winterspiele in Peking sind Geschichte.
Bild Kimimasa Mayama/EPA

Am Sonntag gehen die 24. Olympischen Winterspiele in Peking mit der Schlussfeier zu Ende. Wir schauen zurück auf die Leistungen der Südostschweizer Athletinnen und Athleten. 

Grosser Fiva im Skicross

Krönung: Alex Fiva gewinnt seine erste Olympiamedaille. 
Krönung: Alex Fiva gewinnt seine erste Olympiamedaille. 
Bild Lee Jin-man/Keystone

Er hat es mit 36 Jahren nochmals allen gezeigt: Der Bündner Skicrosser Alex Fiva holte in Peking die Silbermedaille. Zusammen mit Olympiasieger Ryan Regez feierte der Parpaner somit einen Schweizer Doppelsieg. Mit der Olympiamedaille vervollständigt Fiva sein Palmarès, hat nun alles gewonnen, was man als Skicrosser gewinnen kann. 

Nur Leder für Ragettli

Untröstlich: Die Enttäuschung über die verpasste Medaille ist bei Andri Ragettli gross.
Untröstlich: Die Enttäuschung über die verpasste Medaille ist bei Andri Ragettli gross.
Bild Peter Klaunzer/Keystone

Andri Ragettli galt im Vorfeld trotz seiner Verletzung als grösste Bündner Medaillenhoffnung in Peking. Der Flimser verzeichnete im Big Air einen schlechten Start, qualifizierte sich nicht für den Final. Im Slopestyle schien alles besser zu laufen, er gewann die Qualifikation und unterstrich seine Ambitionen. Im Final reichte es dann aber knapp nicht, ihm blieb nur der undankbare vierte Platz.

Debakel im Alpin-Snowboard

Ernüchterung: Dario Caviezel und die restlichen Schweizer Alpin-Snowboarder mussten ohne Medaille aus Peking abreisen. 
Ernüchterung: Dario Caviezel und die restlichen Schweizer Alpin-Snowboarder mussten ohne Medaille aus Peking abreisen. 
Bild Diego Azubel/Keystone

Alles war angerichtet für eine Südostschweizer Medaille in Peking. Sowohl Nevin Galmarini und Dario Caviezel als auch Julie Zogg und Ladina Jenny durften sich berechtigte Hoffnungen auf Edelmetall machen. Es kam alles ganz anders. Einzig Caviezel und Zogg qualifizierten sich für das Rennen, schieden aber beide im Achtelfinale aus. Für Jenny und Galmarini war gar die Qualifikation Endstation.

Schockmoment um Cadurisch

Frühes Ende im Biathlon: Irene Cadurisch bricht wegen Kreislaufproblemen zusammen.
Frühes Ende im Biathlon: Irene Cadurisch bricht wegen Kreislaufproblemen zusammen.
Bild Filip Singer/EPA

Schon früh war das Biathlon-Staffelrennen für die Schweizer Frauen zu Ende. Der Grund: Die Engadinerin Irene Cadurisch brach wegen Kreislaufproblemen zusammen und musste abtransportiert werden. Bange Minuten folgten. Zum Glück folgte kurz darauf die Entwarnung. Cadurisch geht es so weit gut.

Cologna bei der Dernière ohne Glanzlicht

Am Ende: Dario Cologna konnte bei seinen letzten Olympischen Spielen keine Glanzlichter mehr setzen.
Am Ende: Dario Cologna konnte bei seinen letzten Olympischen Spielen keine Glanzlichter mehr setzen.
Bild Peter Klaunzer/Keystone

Dass es für Dario Cologna an seinen letzten Olympischen Spielen für eine Medaille reicht, durfte im Vorfeld nicht erwartet werden. Dennoch hoffte der Münstertaler auf gute Resultate. Was dann aber folgte, war eines vierfachen Olympiasiegers nicht würdig. Platz 44 im 15-km-Rennen, dreieinhalb Minuten Rückstand auf die Spitze. Und dies gerade in der Disziplin, in der er seit 2010 immer Gold holte. Immerhin konnte Cologna im abschliessenden 50-Kilometer-Rennen mit einem anständigen 14. Platz von seiner Lieblingsbühne abtreten.

Was sonst noch für Aufsehen sorgte

Skimacht Schweiz: Fünf Goldmedaillen. Die Schweiz dominierte an diesen Olympischen Spielen die alpinen Skidisziplinen. Marco Odermatt, Beat Feuz, Lara Gut-Behrami, Michelle Gisin und Corinne Suter krönten sich zu Olympiasiegern. Die Skination Schweiz zeigt sich von ihrer besten Seite. Im abschliessenden Team-Event gabs dann aber keine Medaille mehr für die Schweiz.

Die Medaillenhamsterin: Wendy Holdener ist die Frau für Grossanlässe. In Pyeongchang 2018 durfte sie einen kompletten Medaillensatz mit nach Hause nehmen. In Peking sind es zwei Medaillen: Silber in der Kombi und Bronze im Slalom. Die Schwyzerin hat nun also bereits fünf Medaillen an Olympia gewonnen.

Unterschiedliche Gesichter der Eishockey-Teams: Die Schweizer Eishockey-Delegation reist ohne Medaille aus Peking zurück. Während die Männer von fünf Spielen deren vier verloren und im Viertelfinale ausschieden, konnten wenigstens die Frauen überzeugen. Sie schafften den Einzug in den Halbfinal. Im Spiel um Platz 3 verpassten sie eine Medaille aber dennoch – was für grosse Enttäuschung sorgte.

Gremaud schlägt trotz Hindernissen zu: Freeskierin Mathilde Gremaud hat keine einfache Zeit hinter sich. Die Freiburgerin musste sich mit Verletzungen herumschlagen, kam nicht so richtig auf Touren. Auf diese Saison hat sie darum alles umgestellt – offenbar erfolgreich. Zwei Medaillen holt sie in Peking ab, Bronze im Big Air und Gold im Slopestyle. Mit Silber vor vier Jahren hat sie nun einen kompletten Medaillensatz zu Hause hängen.

Enttäuscht: Eishockeyspielerin Alina Müller weint bittere Tränen nach der verpassten Bronzemedaille.
Enttäuscht: Eishockeyspielerin Alina Müller weint bittere Tränen nach der verpassten Bronzemedaille.
Bild Petr David Josek/Keystone
Doppelsieg: Michelle Gisin gewinnt die alpine Kombination vor Wendy Holdener. 
Doppelsieg: Michelle Gisin gewinnt die alpine Kombination vor Wendy Holdener. 
Bild Jean-Christope Bott/Keystone
Komplett: Mathilde Gremaud gewinnt in Peking Gold im Slopestyle und Bronze im Big Air und komplettiert damit ihren Medaillensatz. 
Komplett: Mathilde Gremaud gewinnt in Peking Gold im Slopestyle und Bronze im Big Air und komplettiert damit ihren Medaillensatz. 
Bild Peter Klaunzer/Keystone
Dem Druck standgehalten: Marco Odermatt ist Olympiasieger im Riesenslalom.
Dem Druck standgehalten: Marco Odermatt ist Olympiasieger im Riesenslalom.
Bild Jean-Christope Bott/Keystone

Lars Morger arbeitet seit 2022 als Redaktor Sport mit Schwerpunkt Eishockey und Schwingen für die Sportredaktion der «Südostschweiz»-Medienfamilie.

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