Perret/Rios verspielen früh die letzte Chance
Bereits in ihrer drittletzten Partie der Round Robin verspielen die Schweizer Mixed-Doppel-Curler Jenny Perret und Martin Rios ihre letzte Chance auf den Einzug in die Halbfinals.
Bereits in ihrer drittletzten Partie der Round Robin verspielen die Schweizer Mixed-Doppel-Curler Jenny Perret und Martin Rios ihre letzte Chance auf den Einzug in die Halbfinals.
Perret/Rios unterlagen dem zuvor sieglos gewesenen australischen Duo Tahli Gill/Dean Hewitt nach einer 6:3-Führung 6:9. Zuerst hatte es geheissen, die Australier würden wegen eines Corona-Falls der Spielerin Tahli Gill ihre restlichen zwei Spiele nicht mehr bestreiten. Nach einer ärztlichen Verfügung konnten sie dann gleichwohl antreten.
Im späten Spiel vom Sonntag schlug das Schweizer Tandem die USA 6:5. Die Bilanz - drei Siege, fünf Niederlagen - sah dadurch ein bisschen freundlicher aus. Im letzten Match spielt die Schweiz am Montag gegen Norwegen.
Zu grosse Unterschiede
Das Leistungsniveau des Schweizer Duos lag weit unterhalb der Performance der besten Teams. Bei den fünf Niederlagen, die zum Ausscheiden führten, brachten es Perret/Rios auf nur 66,8 Prozent an gelungenen Steinen. Dies ist im Curling auf Weltniveau ein (zu) niedriger Wert, mit dem man 20 oder noch deutlich mehr Prozent auf die Besten einbüsst. Jenny Perret, der im ganzen Turnier in wichtigen Situationen zahlreiche Fehlsteine unterliefen, liess sich in diesen fünf Partien eine durchschnittliche Erfolgsquote von 60,2 Prozent notieren. Dies sind um die 30 Prozent unter dem erwünschten und geforderten Wert.
Wenn die 30-jährige Seeländerin und der 40-jährige Glarner weit davon entfernt waren, die famose Leistung des Silbermedaillengewinns von 2018 in Pyeongchang zu wiederholen, so lag dies einerseits an ihnen selbst, zu einem grossen Teil aber auch an der Stärke der Konkurrenz. Mittlerweile treten fast alle Nationen mit bestandenen Weltklasse-Spielern aus dem klassischen Curling (Viererteams) an. Perret und Rios dagegen sind seit Jahren auf die Mixed-Doppel-Konkurrenzen spezialisiert. Ihr spielerisches Grundniveau ist bescheidener. In der Schweiz haben es beide in früheren Jahren nie in ein ambitioniertes Team im Vierercurling gebracht.