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Biathlon Arena Lenzerheide unter Beschuss

WWF und Pro Natura haben eine Beschwerde gegen die Ortsplanrevision der Gemeinde Lantsch/Lenz eingereicht. Sie kritisieren die Bündner Regierung scharf.

Südostschweiz
Dienstag, 26. Mai 2020, 13:34 Uhr Rodungsbewilligung fehlt
Biathlon Arena
Der geplante Ausbau der Rollskibahn rund um die Biathlon Arena in Lenzerheide ist WWF und Pro Natura ein Dorn im Auge.
ARCHIV

WWF und Pro Natura wehren sich gegen den geplanten Ausbau der Rollskibahn rund um die Biathlon Arena Lenzerheide. Den beiden Umweltschutzorganisationen ist die Ortsplanrevision der Gemeinde Lantsch/Lenz ein Dorn im Auge. Nachdem vor einem Jahr die Stimmbevölkerung dem Vorhaben zugestimmt hatte, genehmigte im vergangenen März auch die Bündner Regierung der Erweiterung der Runde. Daraufhin wurde die Ortsplanung entsprechend angepasst.

Wie die beiden Organisationen in einer Mitteilung schreiben, führe das Projekt zu massiven Eingriffen im Wald und bedrohe ein schützenswertes Naturgebiet. Die Rollskibahn soll von 1,6 auf 5,2 Kilometer um das Dreifache ausgebaut werden. Dafür müssten rund 9000 Quadratmeter Wald gerodet werden. Ausserdem soll der Streckenausbau durch ein Auerhuhngebiet führen.

Die Regierung habe der Nutzungsplanung zugestimmt, obwohl weder eine Rodungsbewilligung noch ein ornithologisches Gutachten vorlägen, heisst es in der Mitteilung weiter. Es gebe ausserdem ein kantonales Auerhuhn-Konzept, das den Bau neuer Tourismusinfrastruktur in den Auerhuhn-Lebensräumen verbietet. Und: «Ohne diese Rodungsbewilligung hätte die Regierung die Nutzungsplanung für das Projekt gar nicht bewilligen dürfen», erklären WWF und Pro Natura. (jas)

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