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Simon Ammann trotzt den schlechten Bedingungen

Simon Ammann qualifiziert sich als einziger Schweizer Skiflieger für den Wettkampf vom Freitag in Planica. Der Toggenburger belegt nach einem Flug auf 217 m den 23. Rang.

Agentur
sda
22.03.18 - 13:08 Uhr
Schneesport
Simon Ammann segelt durch die Lüfte
Simon Ammann segelt durch die Lüfte
KEYSTONE/EPA NTB SCANPIX/TERJE BENDIKSBY

Die unberechenbaren Verhältnisse sorgten zum Ende des Wettkampfs für einige unliebsame Überraschungen. So scheiterte der Skiflug-Weltmeister Daniel-André Tande wegen des einsetzenden Rückenwindes mit 199,5 m als 41. um 0,7 Punkte am Cut. Auch Simon Ammann zählte nicht zu den Begünstigten, bei ihm herrschte Windstille. Der Routinier sprang aber sicher in die Top 40.

Für Spektakel sorgte in einer früheren Phase des Wettkampfs der Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer. Der Tiroler egalisierte vom Aufwind begünstigt den Weltrekord von 253,5 m, stand seinen Sprung aber nicht. Der 28-Jährige musste in den Schnee greifen. Sein Landsmann Stefan Kraft war im Vorjahr im norwegischen Vikersund auf 253,5 m gesegelt, hatte den Versuch aber gestanden. Damit ein Weltrekord anerkannt wird, muss der Athlet auf den Ski bleiben und darf mit keinem weiteren Körperteil den Schnee berühren.

Ärgern wird sich auch Gregor Deschwanden. Der Luzerner segelte bei Top-Bedingungen und mit viel Anlauf zum persönlichen Rekord von 230 m. Die schlechte Landung, die Abzüge wegen des Aufwindes und die fehlenden Bonuspunkte für einen verkürzten Anlauf warfen ihn gleichwohl noch in den 42. Rang zurück. Auch Andreas Schuler (52.) verbuchte mit 209 m einen Hausrekord. Luca Egloff (61.) setzte bei 188 m auf.

Als Tagessieger liess sich Johann André Forfang nach einem Flug auf 241 m feiern. Der Norweger ist somit der erste Anwärter auf die Siegprämie von 20'000 Franken für die neu ins Leben gerufene Serie «The Planica 7». Addiert werden dabei die Punkte aus der Qualifikation vom Donnerstag sowie den sechs weiteren Wettkampfsprüngen im Verlauf des Wochenendes - am Freitag der Einzelwettkampf, am Samstag das Teamspringen und am Sonntag das Saisonfinale der Top 30.

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