Weitere Machtdemonstration der Glarner Volleyballerinnen
Glaronia siegt auswärts gegen den BTV Aarau deutlich 3:0 (25:12, 25:16, 25:11). Die Glarnerinnen sind derzeit das klar beste Team in der Nationalliga B. Nachfolgend ein Versuch nach der Erklärung für die Topform.
Glaronia siegt auswärts gegen den BTV Aarau deutlich 3:0 (25:12, 25:16, 25:11). Die Glarnerinnen sind derzeit das klar beste Team in der Nationalliga B. Nachfolgend ein Versuch nach der Erklärung für die Topform.
von Peter Aebli
Bereits nach einer Stunde waren die als stark eingestuften Aarauerinnen geschlagen. Das lag daran, dass Glaronia ein perfektes Spiel abgeliefert hatte. Trainer Filip Brzezinski antwortete auf die Frage, was man noch besser machen könnte: «Ich habe eine lange Liste. Da gibt es noch viel zu tun. Doch was draufsteht, sage ich nicht. Das würde unseren Gegnern helfen.» Die Geheimniskrämerei des Polen zeigt, wie gezielt er arbeitet, doch notwendig wäre sie nicht, denn Glaronia ist derzeit das klar beste Team der Liga.
Nicht nur Brzezinska
Wie gewohnt lieferte die polnische Aussenangreiferin Ewelin Brzezinska erneut eine hervorragende Partie ab, ohne wirklich eine schlüssige Erklärung für ihre Topform zu haben: «Seit dem ersten Tag in Glarus fühle ich mich wohl, die Stimmung im Team ist ausgezeichnet.» Dies würde wohl jede Spielerin unterschrieben, doch weshalb die Glarnerinnen Samstag für Samstag ein perfektes Spiel abliefern, kann niemand wirklich erklären. Natürlich sind sie in einem «Flow» und reiten auf einer Erfolgswelle, doch bestimmt ist es mehr als das.
Annahme als solide Grundlage
Libera Alice Salvati, die ihre dritte Saison bei Glaronia spielt, hat sich auch im Vergleich zum Vorjahr enorm gesteigert. Die Ingenieurin ist mit ihrer Annahme der Ausgangspunkt für die erfolgreichen Aktionen. Sie gibt das Lob jedoch weiter: «Wir arbeiten super als Team zusammen, und seit Beginn der Saison fühle ich mich ausgezeichnet durch meine Mitspielerinnen und den Coach unterstützt.» Sie ergänzt dann noch, dass Passeuse Mariah Mandelbaum gerne noch bessere Annahmen hätte, aber das sei natürlich immer der Fall.
Glarner Sieg steht nie in Gefahr
Der Verlauf der Partie ist schnell erzählt. Glaronia spielte mit aggressivem Service und zeigte in der Verteidigung immer totalen Einsatz, auch wenn dies aufgrund des deutlichen Spielstandes nicht unbedingt notwendig war. Doch man gab keinen Ball leichtfertig preis. Der Block passte, auch in der Mitte, Passeuse Mandelbaum verteilte die Bälle gut und hatte das Spiel immer unter Kontrolle.
Erneut kamen bei Glaronia zwei Nachwuchsspielerinnen zum Einsatz: Ann-Kathrin Reuther am Service und am Pass für Mandelbaum, Barbara Cembranos im Angriff für Captain Tina Lenzinger, die eine sehr starke Leistung zeigte. Dass Glaronias Trainer Filip Brzezinski auch in solchen Partien seinem Team alles abfordert, zeigt, dass er trotz grosser Überlegenheit und einem praktisch problemlosen Spiel drei Auszeiten nahm.
Die Glarnerinnen sind also absolut auf Kurs und aktuell stellt sich nur die Frage, wer ihnen in der Nationalliga-B-Meisterschaft ein Bein stellen kann.
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