Schweizerinnen verlieren wie im letztjährigen Final gegen Kanada
Die Schweizerinnen müssen sich an der WM in Uijeongbu in Südkorea erstmals geschlagen geben. Sie verlieren gegen Weltmeister Kanada 6:7 nach Zusatzend. Darauf folgt ein mühevolles 9:8 gegen Litauen.
Die Schweizerinnen müssen sich an der WM in Uijeongbu in Südkorea erstmals geschlagen geben. Sie verlieren gegen Weltmeister Kanada 6:7 nach Zusatzend. Darauf folgt ein mühevolles 9:8 gegen Litauen.
Vor einem Jahr endete für die Schweizerinnen mit dem 5:7 gegen Kanada mit Skip Rachel Homan im Final in Sydney in der kanadischen Provinz Nova Scotia die Regentschaft nach vier Weltmeistertiteln in Folge. Diesmal musste sich das Quartett mit Selina Witschonke, Carole Howald, Tirinzoni und Alina Pätz nach acht gewonnenen Spielen erstmals geschlagen geben.
Die Kanadierinnen nutzten im Zusatzend den Vorteil des letzten Steins. Die Verlängerung war die logische Folge einer Begegnung, in der sich keines der beiden Teams vorentscheidend abzusetzen vermochte, die ausgeglichen verlief.
Ein unerwartet hartes Stück Arbeit war auch die Partie gegen das punktelose Litauen. Die Schweizerinnen führten nach vier Ends scheinbar beruhigend 4:1, doch der gegnerische Skip, die 53-jährige Virginija Paulauskaite, sorgte umgehend mit dem letzten Stein für ein Dreierhaus. Nach dem Ausgleich kam es noch besser für den krassen Aussenseiter. Im sechsten End vermochten die Litauerinnen zwei Steine zu stehlen.
Doch die Reaktion der Favoritinnen war umso überzeugender. Mit einem Viererhaus rückten sie die Stärkeverhältnisse wieder ins rechte Licht. Trotzdem fiel die Entscheidung erst im zehnten End, weil Litauen noch einmal ausgleichen konnte. Das Schweizer Team trat mit veränderter Formation an. Anstelle von Selina Witschonke kam Ersatzspielerin Stefanie Berset auf der Lead-Position zum Einsatz.
Dank den neun Siegen in zehn Spielen haben die Schweizerinnen die Qualifikation für die K.o.-Phase geschafft. Zumindest in den Viertelfinals mit den Teams in den Rängen 3 bis 6 werden sie dabei sein. Die Equipen auf den ersten zwei Plätzen stossen direkt in die Halbfinals vor.