Lena Häcki-Gross verpasst WM-Medaille hauchdünn
Lena Häcki-Gross verpasst in Lenzerheide als Vierte im Sprint die erste Medaille für die Schweiz an Biathlon-WM um 1,4 Sekunden. Gold sichert sich die Französin Justine Braisaz-Bouchet.
Lena Häcki-Gross verpasst in Lenzerheide als Vierte im Sprint die erste Medaille für die Schweiz an Biathlon-WM um 1,4 Sekunden. Gold sichert sich die Französin Justine Braisaz-Bouchet.
Häcki-Gross ist in diesem Winter bisher nicht wie gewünscht auf Touren gekommen. Ihr bestes Resultat war ein 9. Rang im Sprint in Kontiolahti. Im bisher wichtigsten Einzel-Wettkampf in dieser Saison, bei dem es schneite und der Wind ständig drehte, trumpfte die 29-jährige Obwaldnerin gross auf, wurde jedoch knapp nicht belohnt.
Obwohl die Bedingungen im Liegendschiessen bei Häcki-Gross mehr als schwierig waren und sie sich vor dem ersten Schuss viel Zeit nehmen musste, reagierte sie richtig und blieb fehlerfrei. Das Gleiche gelang ihr stehend. Am Ende fehlten Häcki-Gross 1,4 Sekunden zu Bronze und 1,6 Sekunden zu Silber. Es wäre die erste Medaille für die Schweiz an Biathlon-Weltmeisterschaften überhaupt gewesen. Häcki-Gross sagte gegenüber dem Schweizer Fernsehen, dass sie das Rennen etwas zu schnell angegangen sei. Dennoch war sie mehr als stolz über ihre Leistung.
Die Französin Justine Braisaz-Bouchet gewann Gold, obwohl sie einen Fehlschuss verzeichnete. Sie war um 11,4 Sekunden schneller wie Häcki-Gross. Silber und Bronze holten die Deutsche Franziska Preuss sowie die Finnin Suvi Minkkinen.
Nicht wie gewünscht lief es den übrigen Schweizerinnen. Als zweitbeste klassierte sich Elisa Gasparin mit drei Fehlschüssen im 37. Rang. Ihre Schwester Aita belegte mit vier Fehlschüssen den 41. Platz. Amy Baserga, die beim Schiessen gleich fünfmal patzte, wurde lediglich 61. und verpasste damit die Verfolgung vom Sonntag (Top 60), bei der in der Reihenfolge und mit den Rückständen vom Sprint gestartet wird. Häcki-Gross will dann ihre gute Ausgangslage nutzen und das Verpasste nachholen.