Beim letzten Schiessen vergibt Häcki-Gross erste WM-Medaille
Wieder klappt es nicht mit der ersten Schweizer WM-Medaille der Geschichte. In Lenzerheide läuft Lena Häcki-Gross bis zum letzten Schiessen auf Silber-Kurs - und fällt noch auf Platz 5 zurück.
Wieder klappt es nicht mit der ersten Schweizer WM-Medaille der Geschichte. In Lenzerheide läuft Lena Häcki-Gross bis zum letzten Schiessen auf Silber-Kurs - und fällt noch auf Platz 5 zurück.
Selten fühlte sich ein 5. WM-Rang derart frustrierend an wie am Sonntag bei Lena Häcki-Gross. Am Freitag hatte sie im Sprint Bronze um 1,2 Sekunden verpasst, sich aber eine hervorragende Ausgangslage für die Verfolgung verschafft. Und da lieferte sie vor der Schweizer Rekordkulisse von 13'500 Zuschauern zunächst ein fantastisches Rennen ab.
Perfekt in den beiden Liegend-Schiessen, zunächst ein Fehler stehend - als Einzige vermochte die 29-jährige Obwaldnerin mit der letztlich überragenden Siegerin Franziska Preuss mitzuhalten. Im letzten der vier Schiesseinlagen in der Verfolgung hatte Häcki-Gross die Hand an der Medaille, doch dann hatte sie ihre Nerven nicht im Zaum. Die ersten drei Schüsse gerieten zu tief, das Podest war damit weg.
Eine hervorragende Leistung zeigte Aita Gasparin, die sich um 20 Positionen auf den 21. Platz verbesserte. Elisa Gasparin belegt den 38. Rang.
Hinter der deutschen Weltcupleaderin Preuss, die nach Silber im Sprint erstmals WM-Gold gewann, holten die Schwedin Elvira Öberg und die Sprint-Siegerin Justine Braisaz-Bouchet die Medaillen, die eigentlich für die Schweiz reserviert schienen.
Immerhin: Die Form bei den Schweizerinnen stimmt, in der zweiten Woche erhalten sie weitere Chancen auf diese lang ersehnte erste WM-Medaille.