Nur Shootingstar Seixas schlägt Mauro Schmid an der Mur de Huey
Mauro Schmid beweist erneut seine gute Form. Der Schweizer Meister muss sich im Ardennen-Klassiker Flèche Wallone als Zweiter einzig dem französischen Ausnahmetalent Paul Seixas geschlagen geben.
Mauro Schmid beweist erneut seine gute Form. Der Schweizer Meister muss sich im Ardennen-Klassiker Flèche Wallone als Zweiter einzig dem französischen Ausnahmetalent Paul Seixas geschlagen geben.
Seixas wurde bei der 90. Ausgabe des belgischen Eintagesrennens seiner Favoritenrolle vollends gerecht. Der Teenager aus Lyon setzte sich mit einer Attacke im steilsten Stück des berüchtigten Schlussanstiegs, der Mur de Huy, rund 400 m vor dem Ziel entscheidend von der Konkurrenz ab. Die Ziellinie überquerte er mit drei Sekunden Vorsprung auf Mauro Schmid, der starker Zweiter wurde. Der Zürcher verfügte im Dreiersprint gegen den Briten Ben Tulett und Seixas’ Landsmann über die meisten Kraftreserven.
Für Schmid ist es drei Tage nach seinem 6. Platz beim Gold Race bereits der elfte Podestplatz in dieser Saison, die im Januar mit dem 2. Gesamtrang an der Tour Down Under in Australien so erfolgreich begonnen hatte.
Seixas verblüfft weiter
Derweil trug sich Seixas bei seiner Premiere im zweiten der drei bedeutenden Ardennen-Klassiker als jüngster Fahrer in die Siegerliste ein. Mit seinem bereits siebten Profisieg löste der 19-Jährige vom Team Decathlon den Belgier Philémon De Meersman ab, der bei der Erstaustragung 1936 zum Zeitpunkt seines Sieges 21 Jahre und 150 Tage alt gewesen war.
Seixas gilt derzeit als das grösste französisches Radsport-Talent seit Jahrzehnten. Mit seinen beeindruckenden Auftritten wie zuletzt auch beim Gewinn der Baskenland-Rundfahrt oder dem 2. Platz hinter Tadej Pogacar bei Strade Bianche weckt er in seiner Heimat grosse Hoffnungen.
Am Sonntag kommt es bei Lüttich-Bastogne-Lüttich zum Abschluss der Ardennen-Woche zum nächsten mit Spannung erwarteten Duell zwischen dem 19-jährigen Franzosen und Dominator Pogacar.
Hirschi erneut im Sturzpech
Einen bitteren Tag erlebte erneut das Schweizer Team Tudor. Marc Hirschi, der bei der Flèche Wallone 2020 mit damals 22 Jahren triumphiert hatte, bekundete Pech, als er rund 20 km vor dem Ziel nach einem Zusammenstoss mit dem Deutschen Anton Schiffer zu Fall kam. Der Berner, der nach seinem Sturz am Sonntag im Gold Race bereits angeschlagen gestartet war, musste das Rennen erneut vorzeitig aufgeben.
Noch früher fiel Hirschis französischer Teamkollege Julian Alaphilippe aus der Entscheidung. Der zweimalige Weltmeister, an der Mur de Huy zwischen 2018 und 2021 dreimal siegreich, stieg wie schon am Sonntag früh vom Velo.
Chabbey bereitet Vollerings Sieg vor
Auch im Rennen der Frauen mischten mit Elise Chabbey und Noemi Rüegg zwei Schweizerinnen im Finale vorne mit. Chabbey brachte ihre Teamkollegin Demi Vollering in der Anfahrt zur Mur de Huy entscheidend in Stellung. Während die niederländische Europameisterin die Vorarbeit erfolgreich vollendete und siegte, passierte Chabbey das Ziel als 16. knapp vor Rüegg (21.).