St. Gallen behauptet sich in Lugano
St. Gallen verteidigt in der 36. Runde der Super League in Lugano den 2. Platz. Die Ostschweizer drehen ein 0:1 in ein schmeichelhaftes 2:1. Lawrence Ati Zigi hält in der Nachspielzeit einen Penalty.
St. Gallen verteidigt in der 36. Runde der Super League in Lugano den 2. Platz. Die Ostschweizer drehen ein 0:1 in ein schmeichelhaftes 2:1. Lawrence Ati Zigi hält in der Nachspielzeit einen Penalty.
Im strömenden Regen war Lugano in seinem zweitletzten Heimspiel im alten Stadion auf gutem Weg zum fünften 1:0-Sieg in Folge, als die Dinge einen ungeahnten Verlauf nahmen und Mihailo Stevanovic und Lukas Görtler das Blatt mit einem Abstauber und einem Handspenalty wendeten. Für Lugano hatte Mahmoud Belhadj Mahmoud in der 53. Minute eine flüssige Kombination über mehrere Stationen zur Führung vollendet. Am Ende einer wilden Schlussphase vergab Ezgjan Alioski tief in der Nachspielzeit (98. Minute) vom Penaltypunkt die Gelegenheit, den Tessinern noch zu einem Remis zu verhelfen.
Als Belhadj Mahmoud zu Beginn der zweiten Halbzeit das 1:0 erzielte, war die Führung der Gastgeber überfällig. Zweimal hatten sie bereits in der ersten Halbzeit getroffen (24. Kevin Behrens/45. Renato Steffen), beide Male stand Behrens jedoch ungeschickt im Abseits. Noch dazu traf Antonios Papadopoulos den Pfosten und setzte der aufgerückte Verteidiger den Abpraller neben statt ins leere Tor (42.).
Ziemlich schmeichelhaft wahrte der FC St. Gallen damit seine Ungeschlagenheit auf fremdem Terrain in diesem Kalenderjahr und hielt sich auf dem 2. Platz, den er seit der 10. Runde innehat. Wobei sich sowohl der Zweite als auch der Dritte für die Conference League (2. Qualifikationsrunde) qualifizieren und sich St. Gallen mit einem Sieg im Cupfinal gegen das unterklassige Lausanne-Ouchy noch ein Ticket für die Europa League (1. Qualifikationsrunde) sichern kann.
St. Gallens Wermutstropfen im Tessiner Dauerregen waren zwei verletzungsbedingte Ausfälle. Nach einer halben Stunde überdehnte sich Nino Weibel das Knie wüst, und für den Abwehrchef Jozo Stanic, der sich schon früh im Spiel behandeln lassen musste, ging es nach der ersten Halbzeit nicht mehr weiter. Lugano seinerseits muss am nächsten Donnerstag ohne den gelbgesperrten Renato Steffen auskommen.
Telegramm:
Lugano - St. Gallen 1:2 (0:0)
3828 Zuschauer. - SR Dudic. - Tore: 53. Mahmoud (Behrens) 1:0. 69. Stevanovic 1:1. 74. Görtler (Penalty) 1:2.
Lugano: Von Ballmoos; Papadopoulos, Mai (78. Bottani), Delcroix; Zanotti, Bislimi, Grgic (86. Pihlström), Cimignani (69. Alioski); Mahmoud (78. Mahou); Steffen, Behrens (69. Koutsias).
St. Gallen: Zigi; Kleine-Bekel, Stanic (46. Ruiz), Okoroji; Vandermersch, Görtler, Daschner (99. Fazliji), Boukhalfa, Weibel (32. Besio); Vogt (46. Stevanovic), Balde (84. Scherrer).
Bemerkungen: 98. Zigi hält Penalty von Alioski. Verwarnungen: 31. Weibel, 52. Steffen (im nächsten Spiel gesperrt), 66. Vandermersch (im nächsten Spiel gesperrt), 73. Delcroix, 77. Boukhalfa, 93. Besio, 93. Mahou (im nächsten Spiel gesperrt), 96. Daschner.