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Höhentraining auf Bernina und Weltcupverzicht: Das ist Schurters Olympiafahrplan

Roman
Michel
06.06.24 - 11:20 Uhr
Regionalsport
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Zum fünften Mal: Nino Schurter hat Olympia im Visier.
Bild Maxime Schmid / Keystone

Nein, Normalität wird das nie. Auch nicht beim fünften Mal. «Es ist mega. Ich bin sehr stolz darauf, eine derart lange Karriere zu erleben», sagt Nino Schurter an einem Medienevent von Swiss Cyling vom Mittwoch rund um die Selektionen für die Olympischen Spiele. Seit knapp zwei Wochen hat Schurter die Gewissheit, in Paris zum fünften Mal an den Spielen teilnehmen zu dürfen. Verdient hat er sich dies durch die Leistungen im letzten Jahr, als er zum neunten Mal (!) den Gesamtweltcup gewann. Aber auch mit dem Start ins Olympiajahr. In drei Weltcuprennen schauten bislang zwei Platzierungen in den Top 10 heraus. Zuletzt verpasste Schurter in Nove Mesto als Zweiter den Sieg nur knapp. 

Selbstverständlich ist die Olympiaselektion keineswegs. Weil bloss zwei Athleten pro Nation nach Paris dürfen, war die Qualifikation umstritten wie nie. Gerade in der Schweiz, wo die Leistungsdichte so hoch ist wie in kaum einem anderen Land. 

Nun hat Schurter die Gewissheit. Und ordnet ab sofort alles dem Saisonhöhepunkt unter. «Ab jetzt ist alles auf Paris ausgerichtet», so der dreifache Olympiamedaillengewinner. Derzeit befindet sich der 38-Jährige in einem ersten Höhenblock. In eineinhalb Wochen wird Schurter das Weltcuprennen in Val di Sole bestreiten. Danach steht er auch in Crans-Montana am Start. Auf das Rennen in Les Gets verzichtet der Bündner hingegen – um sich voll und ganz der Vorbereitung für Paris widmen zu können. So verrät Schurter, dass er vor den Spielen noch ein Höhentrainingslager auf dem Bernina geplant hat. Und: An den Schweizer Meisterschaften in Echallens Mitte Juli holt sich Schurter den letzten Feinschliff für Olympia. 

Hätte es zuhause denn überhaupt noch Platz für eine vierte Medaille? «Jaja, den hat es definitiv», so Schurter mit einem Schmunzeln. 

Roman Michel ist Leiter Sport. Er arbeitet als Sportreporter und -moderator bei TV Südostschweiz. Weiter schreibt er für die gemeinsame Sportredaktion der Zeitung Südostschweiz und suedostschweiz.ch. Roman Michel studierte Journalismus und Organisationskommunikation und arbeitet seit 2017 für die Medienfamilie Südostschweiz.

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