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Bündner Regierung hat Petitionen zum Wolf behandelt

Ursina
Straub
15.06.23 - 12:17 Uhr
Schweiz & Welt
_____1_M92 _erlegt am 8.11.2022_©AJF
Im vergangenen November erlegt: Der Beverinrüde M92 war das erste Elterntier, das in der Schweiz mit einer Abschussbewilligung des Bundes von der Wildhut geschossen werden durfte.

Die Bündner Regierung hat sich mit zwei Petitionen zum Wolf befasst. Das schreibt sie in einer Mitteilung. Beide Eingaben betreffen das Beverinrudel – die Stossrichtungen sind jedoch entgegengesetzt. So verlangt die erste Petition «Die sofortige Entnahme des Beverinrudels allen voran des Leitrüden M92». Sie wurde im vergangenen Oktober eingereicht. Das Gegenteil fordert die zweite Petition von vergangenem November, nämlich: «Das Beverinrudel darf nicht ausgerottet werden!».

Forderung bereits umgesetzt

Das Anliegen der ersten Petition hat der Kanton teilweise schon umgesetzt. Der Leitwolf des Beverinrudels, M92, schoss die Wildhut im vergangenen November. Das gesamte Rudel auszulöschen, ist mit dem jetzigen Jagdgesetz hingegen nicht möglich, wie es in der Regierungsmitteilung heisst.

«Die mit dem Wolfsmanagement betrauten kantonalen Vollzugsbehörden halten sich strikte an die geltenden gesetzlichen Vorschriften.»

Bündner Regierung, als Antwort auf eine Petition zum Wolfsrudel am Beverin

Wolfsmanagement ist gesetzestreu

Mit der zweiten Petition fordern die Petitionärinnen und Petitionäre, Grossraubtiere gemäss Berner Konvention zu schützen sowie ein gesetzeskonformes Wolfsmanagement. Dazu hält die Regierung fest, dass sie sich bewusst sei, wie wichtig Artenschutz sei. Sie betont: «Die mit dem Wolfsmanagement betrauten kantonalen Vollzugsbehörden halten sich strikte an die geltenden gesetzlichen Vorschriften.» Das Wolfsmanagement werde bereits gesetzestreu umgesetzt und somit dem Anliegen Rechnung getragen.

Beide Petitionen hat die Regierung zur Kenntnis genommen. 

Ursina Straub schreibt als Redaktorin der «Südostschweiz» für den Regionalteil der Zeitung und für Online. Ihre Themenschwerpunkte sind Landwirtschaft, Alp, Jagd, Grossraubtiere, Natur; zudem berichtet sie regelmässig aus dem Grossen Rat. Die gelernte Journalistin, diplomierte Landwirtin und Korrektorin EFA ist auch Leiterin Qualität.

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