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Bildungskrise an iranischen Universitäten

Im Zuge des Kriegs herrscht an iranischen Universitäten grosse Unsicherheit über die Zukunft. Irans Wissenschaftsminister sagte am Freitag, es sei immer noch keine Entscheidung über Vorlesungen in Präsenz gefallen. Dies gelte auch für Prüfungen. «Wir haben noch keine Entscheidung darüber getroffen (...) und warten ab, wie sich die Lage entwickeln wird», sagte Hussein Simaei laut der Nachrichtenagentur Tasnim am Rande einer Gedenkfeier.

Agentur
sda
08.05.26 - 18:58 Uhr
Politik
ARCHIV - Eine Frau geht an einem Anti-US-Graffiti vorbei, das an die Wand einer Universität im Zentrum von Teheran gemalt wurde. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa/Symbolbild
ARCHIV - Eine Frau geht an einem Anti-US-Graffiti vorbei, das an die Wand einer Universität im Zentrum von Teheran gemalt wurde. Foto: Vahid Salemi/AP/dpa/Symbolbild
Keystone/AP/Vahid Salemi

Die Regierung sei immer noch dabei, die im Krieg bombardierten Universitäten wiederaufzubauen. Dafür seien jedoch erhebliche finanzielle Mittel notwendig. Seit Wochen bereits unterrichten Lehrende an iranischen Hochschulen nur online. Informierten Kreisen zufolge soll es dabei jedoch auch massive Probleme geben. Dazu kommt die Netzsperre, die Irans Bevölkerung vom weltweiten Internet abgeschnitten hat.

Studierendenverbände beklagten unterdessen anhaltend harte Repressionen nach den inzwischen verstummten Massenprotesten vom Januar. Die Hochschulzeitung «Amir-Kabir» berichtete am Donnerstag etwa, einem Studenten, der an den Demonstrationen teilgenommen habe, drohe die Hinrichtung. An mehreren Universitäten seien zudem Studierende wegen mutmasslicher Protestteilnahme exmatrikuliert worden.

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