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Guterres fordert Stopp von Angriffen auf UN-Blauhelme

Nach dem Tod eines französischen Soldaten der UN-Mission Unifil im Libanon fordert UN-Generalsekretär António Guterres einen Stopp von Angriffen auf Blauhelm-Soldaten. «Alle Akteure werden dringend aufgefordert, die Einstellung der Feindseligkeiten zu respektieren und das Feuer einzustellen», sagte Guterres laut Mitteilung seines Sprechers Stéphane Dujarric in New York. Solche Angriffe stellten schwerwiegende Verstösse gegen das humanitäre Völkerrecht dar und könnten Kriegsverbrechen gleichkommen.

Agentur
sda
19.04.26 - 09:59 Uhr
Politik
UN-Generalsekretär Antonio Guterres spricht auf der Veranstaltung «Water Forward - Driving Jobs and Prosperity» während der Frühjahrstagung von Weltbank und IWF am Hauptsitz des IWF in Washington. Foto: Gent Shkullaku/ZUMA Press Wire/dpa
UN-Generalsekretär Antonio Guterres spricht auf der Veranstaltung «Water Forward - Driving Jobs and Prosperity» während der Frühjahrstagung von Weltbank und IWF am Hauptsitz des IWF in Washington. Foto: Gent Shkullaku/ZUMA Press Wire/dpa
Keystone/ZUMA Press Wire/Gent Shkullaku

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte den Tod des Soldaten am Samstag bestätigt und mitgeteilt, drei weitere Kameraden seien verwundet worden. Er schrieb auf der Plattform X weiter, alles deute darauf hin, dass die proiranische Hisbollah-Miliz für diesen Angriff verantwortlich sei. Die Unifil teile Macrons Einschätzung, teilte Dujarric weiter mit. Die Hisbollah wies jedoch jegliche Verantwortung für den Vorfall von sich. US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und der Miliz verkündigt – die Hisbollah war an Gesprächen dazu allerdings nicht beteiligt.

Dies sei der dritte Vorfall in den vergangenen Wochen, der zum Tod von bei der Unifil dienenden Blauhelmen geführt habe, sagte der Sprecher von Guterres. Ende März waren bei Angriffen drei indonesische Blauhelm-Soldaten ums Leben gekommen. Die Unifil überwacht seit 1978 das Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon. Immer wieder gab es dabei auch in ihren Reihen Tote und Verletzte.

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