EU unterstützt Minenräumung im Sudan
Beim Wiederaufbau der sudanesischen Hauptstadt Khartum sind Landminen und nicht explodierte Munition eine grosse Gefahr.
Beim Wiederaufbau der sudanesischen Hauptstadt Khartum sind Landminen und nicht explodierte Munition eine grosse Gefahr.
«Explosive Munition stellt weiterhin eine tödliche Bedrohung für Familien dar, die in ihre Heimat Sudan zurückkehren wollen», sagte Kazumi Ogawa, Direktor des Minenräumdienstes der Vereinten Nationen, vor wenigen Tagen. Minenräumung sei zu einer entscheidenden Voraussetzung für eine sichere Rückkehr, den Wiederaufbau und die Wiederherstellung der Grundversorgung geworden.
Die EU-Delegation im Sudan hat Anfang der Woche die Bereitstellung von drei Millionen Euro (rund 2,8 Millionen Franken) für Projekte im Bereich der Minenräumung angekündigt. Das Projekt konzentriere sich insbesondere auf die Beseitigung von Minen und Blindgängern in städtischen und stadtnahen Gebieten, die nun wieder für Binnenvertriebene erreichbar sind, wie etwa die Hauptstadt Khartum.
Bürgerkrieg und kein Ende in Sicht
Im seit drei Jahren andauernden Bürgerkrieg im Sudan ist zwar kein Ende in Sicht, die Regierungstruppen haben seit dem vergangenen Jahr aber wieder die Kontrolle in Khartum und den östlichen Landesteilen. Der Flughafen von Khartum ist wieder geöffnet, die Ministerien und die Regierung kehrten bereits vor Monaten aus der Hafenstadt Port Sudan zurück nach Khartum.
In anderen Landesteilen, insbesondere in den Regionen Kordofan und Darfur, dauern die Kämpfe an. Angesichts von mehr als 11,5 Millionen Flüchtlingen und weit verbreitetem Hunger sprechen die Vereinten Nationen von der grössten humanitären Krise weltweit.