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«Die Schweiz könnte Olympische Spiele durchführen»

Im Interview spricht Sportministerin Viola Amherd über politische Boykotte, die Schweizer Sportförderung – und natürlich Spiele, die dieses Jahr beinahe in Graubünden stattgefunden hätten. 

Fabio
Wyss
04.02.22 - 19:33 Uhr
Politik
Zu Hause statt in Peking: Bundesrätin Viola Amherd verfolgt die Olympischen Spiele aus der Ferne.
Zu Hause statt in Peking: Bundesrätin Viola Amherd verfolgt die Olympischen Spiele aus der Ferne.
Bild: Peter Schneider/ Keystone

Das Olympische Feuer brennt in Peking – anstatt im Bündnerland. Für 2022 stand eine Kandidatur zur Debatte. Knapp 53 Prozent des Stimmvolks von Graubünden schickten die Pläne bachab. Sind Olympische Spiele in der Schweiz damit für immer passé? Sportministerin Viola Amherd hofft nicht. Dafür brauche es aber ein Umdenken. Im Videointerview zeigt sich die Bundesrätin trotzdem nicht unfroh, dass dieser Tage Olympia in China stattfindet – und nicht in der Schweiz.

Frau Bundesrätin, welches waren die ersten Olympischen Spiele, die Sie bewusst wahrgenommen haben?

Viola Amherd: Das zeigt jetzt, wie alt ich bin (lacht). Die ersten Spiele, an die ich mich erinnere, sind jene von 1972. Im Winter Sapporo und im Sommer München. Von Sapporo bleiben die super Resultate der Schweizerinnen und Schweizer in Erinnerung: Bernhard Russi, Marie-Theres Nadig oder die Langlaufstaffel mit dem Oberwalliser Edi Hauser. Dass ein Gommer bei dieser Staffel dabei war, löste bei uns Riesenjubel aus.

Und München?

Ich weiss noch, dass mir meine Eltern eine rote Sporttasche mit den Olympiaringen kauften. Aber leider bleiben auch weniger schöne Erinnerungen – wegen des Attentats auf die israelische Mannschaft. Auch wenn ich erst zehn Jahre alt war, habe ich den Schock und die dadurch ausgelöste Stimmung wahrgenommen.

Dass Sport für politische Zwecke missbraucht wird, hat sich in den letzten 50 Jahren nicht geändert. Bei den Spielen in Peking kommt es zum politischen Boykott zahlreicher Länder. Wieso hat sich die Schweiz dem nicht angeschlossen?

Die Schweiz wird mit einer grossen Delegation vertreten sein. Zahlreiche Sportlerinnen und Sportler haben dafür vier Jahre hart trainiert. Für viele ist das die einzige Chance in ihrer Karriere, um an Olympischen Spielen teilzunehmen. Sie investieren derart viel dafür, dass wir sie sehr gerne vor Ort unterstützt und uns mit ihnen ausgetauscht hätten.

Was ist mit Menschenrechten?

Der Schweizer Weg ist, auf Gespräche und den Dialog zu setzen, statt zu boykottieren. Lösungen findet man eher, wenn man miteinander redet. Die Frage der Menschenrechte bringen die Bundesräte und Bundesrätinnen bei jedem ihrer Treffen mit China auf das Tapet. Dabei sagen wir auch, was wir nicht in Ordnung finden. Leider können wir nun aufgrund der Covid-Situation nicht für unsere Athletinnen und Athleten vor Ort sein. Trotzdem werden wir die Daumen drücken und von zu Hause aus mitfiebern.

Dieses Jahr hätte Olympia in der Schweiz stattfinden können. Eine Bewerbung von Graubünden wurde allerdings vom Bündner Stimmvolk abgelehnt. Hadern Sie als Sportministerin damit?

Ich glaube, die Sportministerin ist nicht der entscheidende Punkt bei Olympischen Spielen (schmunzelt). Entscheidend sind die Athletinnen und Athleten. Es wäre natürlich schön, wenn sie im eigenen Land vor heimischem Publikum ihre Leistungen zeigen könnten. Das ist ein schönes und wichtiges Argument.

Ein Argument, das gegen Olympia spricht, ist die aktuelle Covid-Situation. Sind Sie froh, dass dieser Corona-Ärger der Schweiz erspart bleibt?

Ich beneide das Austragungsland nicht. Olympische Spiele bedeuten als Organisator schon ohne Pandemie eine riesige Herausforderung. Nun faire Wettkämpfe und die Gesundheit der Athleten, der Betreuerinnen und allen Helfenden zu gewährleisten, ist nicht einfach.

Sie sprechen die Herausforderung an. Was braucht es, damit dereinst wieder Olympische Spiele in der Schweiz stattfinden?

Ich bin überzeugt, dass die Schweiz fähig wäre, Olympische Spiele zu organisieren. Wir zeigten das schon mit der Austragung von Weltmeisterschaften, Weltcuprennen, der Fussballeuropameisterschaft – oder zuletzt der Youth Olympic Games in Lausanne. Diese waren ein sehr gutes Beispiel, wie bestehende Infrastrukturen genutzt werden können. Diese Spiele wurden unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit organisiert. Ein weiteres Ziel ist, dass sich Grossevents positiv auf den Breitensport auswirken. Spitzen- und Breitensport helfen einander. Die Schweiz könnte das.

Aber?

Bei zwei Abstimmungen – auch in meinem Heimatkanton – sprach sich das Volk dagegen aus. Darum kommen Olympische Spiele wohl nicht so bald wieder auf die Tagesordnung. Eher sehe ich da beispielsweise Radweltmeisterschaften oder Frauenfussball-Europameisterschaften als eine gute Möglichkeit für die Schweiz, um sich zu präsentieren.

Weil zuletzt das Internationale Olympische Komitee (IOC) dem Gigantismus verfallen ist?

Olympia müsste wegkommen vom Gigantismus. Dieser ist uns Schweizern nicht so gegeben. Bescheidenere Spiele würden besser zu uns passen. Wenn sich das wieder in die richtige Richtung entwickelt, kann ich mir gut vorstellen, dass die Bevölkerung in einer Region hinter einem neuen Projekt stehen würde.

Spiele im eigenen Land gelten als Treiber für die Spitzensportförderung. Wie gut ist da die Schweiz aufgestellt?

Dass die Sportförderung gut funktioniert, beweisen die Resultate wie zuletzt in Tokio. Als kleine Nation haben wir ausserordentliche Resultate erzielt. Praktisch die Hälfte der Medaillen haben Athletinnen und Athleten geholt, die von der Spitzensportförderung der Armee profitieren. Das muss so weitergeführt werden, damit wir auch in den nächsten Jahren vorne dabei sind. Bis 2024 werden wir darum die Plätze in der Spitzensport-RS verdoppeln. Diese Erhöhung erfolgt kontinuierlich. Das ist eine Chance für Junge, um unter optimalen Bedingungen zu trainieren und mit der Erwerbsersatzordnung ein Einkommen zu erzielen. Das Modell wirkt.

Nicht nur die Spitzensport-RS, auch Zeitmilitärstellen oder die Sporthilfe werden immer weiter ausgebaut werden. Weshalb?

Der Sport ist in den letzten Jahren immer professioneller geworden. Da muss die Schweiz mithalten. Es ist aber auch so, dass immer mehr Menschen Sport treiben. Das belegt die Sportstudie des Bundesamtes für Sport. Diese Zunahme der sporttreibenden Bevölkerung bedeutet eine grössere Breite, entsprechend kann auch die Spitze grösser werden. Ohne Basis gibt es keine Spitzenathletinnen und Spitzenathleten – und umgekehrt. Darum ist es gut, gibt es mehr Plätze in der Spitzensportförderung der Armee. Die Nachfrage dazu war schon immer grösser als das Angebot.

Trotzdem hinkt die Schweiz im Vergleich zum Ausland punkto Sportförderung immer etwas hinterher. Wieso?

Ich denke nicht, dass wir hinterherhinken. In absoluten Zahlen haben wir zwar weniger Athletinnen und Athleten. Aber mit Blick auf die Resultate ist unsere Sportförderung mindestens gleich erfolgreich wie in anderen Ländern. Das beweisen die Anzahl Medaillen an wichtigen Sportanlässen. Diese Top-Resultate in vielen verschiedenen Sportarten zeigen, dass unser Sportförderprogramm effektiv ist. Unsere Sportlerinnen und Sportler sollen keine existenziellen Sorgen haben. Für viele ist zudem positiv, dass sie trotzdem den Fuss im Beruf oder Studium behalten. Es ist Teil unseres Systems, dass sie für die Zeit nach der Aktivkarriere vorsorgen.

Auffällig war letzten Sommer, dass an den Olympischen Spielen in Tokio die Schweizer Frauen für den grossen Medaillensegen sorgten. Ein Zufall?

Nein. Die Sportförderung für Frauen wurde in den letzten Jahren verbessert. Insbesondere der Anteil Frauen in der Spitzensport-RS hat sich erhöht. Viele dieser Armee-Sportlerinnen haben in Tokio eine Medaille gewonnen: alle drei Mountainbikerinnen auf dem Podest oder die Schützin Nina Christen, die zwei Medaillen gewann. Die Spitzensportförderung zeigt Wirkung und muss darum weitergeführt werden.

Dieses Jahr feiert das Schweizer Sportförderungsgesetz ihr 50-jähriges Bestehen. Was bringt das der Allgemeinheit – abgesehen, dass am Fernsehen Schweizer Spitzenleistungen verfolgt werden können?

Damit verbunden ist das Programm Jugend und Sport – und damit die Breitensportförderung. Kinder werden so an den Sport herangeführt. Die meisten, die im Kindesalter Sport betrieben haben, bleiben dem Sport ein Leben lang verbunden. Vielleicht nicht durchgehend, aber die meisten vergessen das Miteinander im Sport nicht und kehren irgendwann wieder zurück. Darum hat das Auswirkungen auf die Volksgesundheit. Psychisch und physisch ist der Sport extrem wichtig. Das zeigte die Pandemie, als viele Sportarten nicht mehr ausgeübt werden konnten.

Nun geht es los mit Olympia in Peking. Ab wie vielen Medaillen ist die Sportministerin zufrieden?

Ich bin mit jeder zufrieden. Jede Medaille, jedes Diplom oder gute Ergebnis freut mich. Dabei bin ich mir bewusst, dass trotz der besten Vorbereitung am Tag X das Wettkampfglück und die Gesundheit stimmen müssen.

Vom «08/15-Mensch» zum Star: Die Flumserin Marie «Maite» Theres Nadig räumt in Sapporo zweimal ab. Archivbild: Keystone
Vom «08/15-Mensch» zum Star: Die Flumserin Marie «Maite» Theres Nadig räumt in Sapporo zweimal ab. Archivbild: Keystone

Südostschweizer Goldregen von Sapporo jährt sich zum 50. Mal

Ein gutes Omen: Als 1972 erstmals Winterspiele in Asien durchgeführt werden, holen St. Galler Sportlerinnen und Sportler haufenweise Medaillen.

Nur die Sowjetunion und die DDR liegen am Schluss vor der Schweiz im Medaillenspiegel. In einer Zeit, in der es viel weniger Disziplinen gibt als heute, holt die Schweiz zehn Medaillen. Die «goldenen Tagen von Sapporo» gehen in die Schweizer Sportgeschichte ein. Einen Löwenanteil der Medaillen – deren vier – liefert der Kanton St. Gallen. Sämtliche Medaillengewinner kommen aus benachbarten Regionen des Linthgebiets. Etwa der Toggenburger Skispringer Walter Steiner – genannt «Vogelmensch» –, der Silber holt. Zu Silber fährt auch Flaggenträger Edmund «Edy» Bruggmann im Riesenslalom. Er betreibt bis zu seinem Tod 2014 in Flums ein Hotel.

Von dort kommt jene Frau, wegen der heute alles noch von den «goldenen Tagen» in Sapporo spricht: Marie-Theres «Maite» Nadig. Entsprechend ist die Flumserin dieser Tage eine gefragte Person. Auch 50 Jahre später umgarnen sie Schweizer Medien. «Ich habe noch Nerven für Journalistenfragen», sagt sie darauf angesprochen am Telefon mit der «Linth-Zeitung». Sie könne ja auflegen, wenn sie nicht mehr möge, fügt sie schmunzelnd an. Sie ist sich den Rummel gewohnt – seit Sapporo. «Ich flog als 08/15-Mensch nach Japan und kam als Bekanntheit zurück.»

Um «Maites» zwei Goldfahrten mitzuverfolgen, mieten sich damals Herr und Frau Schweizer extra ein TV-Gerät. Die damals 17-jährige Nadig bekommt erst im Nachhinein mit, was in der Heimat abgegangen ist. «Die Bewohner des südlichen Teils des Kantons St. Gallen waren während und nach den elften Winterspielen völlig euphorisiert ob der Erfolge», schreibt das «St. Galler Tagblatt» in einem Rückblick.

«Eine grosse Familie»

Sapporo bedeutet für Nadig ihre ersten Olympischen Spiele. Das Olympiadorf sei damals «wirklich noch ein Dorf gewesen». Kein Vergleich zu heute: Es gibt in Sapporo zwar Zäune, aber keine eigentlichen Sicherheitskontrollen. Sämtliche Sportarten sind am gleichen Ort untergebracht. «Heutzutage sind die Alpinen bei ihren Sportstätten, die Nordischen in der Nähe der Loipe und Skisprungschanze und die Eishockeyspieler wieder an einem anderen Ort.»

Strikt getrennt sind in Sapporo dafür Männlein und Weiblein. «Das wurde gut überwacht.» Ansonsten seien die Sportlerinnen und Sportler eine grosse Familie gewesen, sagt Nadig. «Wenn es die Zeit erlaubte, schauten wir möglichst die Wettkämpfe voneinander.» An die Langlaufstaffel erinnert sich «Maite» noch gut. Dieser gehören auch die beiden Einsiedler Alois «Wisel» und Alfred «Fredel» Kälin an.

«Fredel» spricht von riesigem Trubel nach der Bronzemedaille: «Mit dem Extrazug wurden wir von Zürich nach Einsiedeln gefahren. Und dort ging es mit der Kutsche auf den Klosterplatz», sagt der heute 73-Jährige. Jeder habe damals ein Paar Langlaufski zu Hause gehabt. Der Langlaufboom führt gut zehn Jahre später zu einem nie wieder erreichten Teilnehmerrekord beim Einsiedler Volkslauf. 3200 bewältigen im Rekordjahr Mitte der 80er-Jahre den Lauf über den Schwedentritt.

Heute trifft «Fredel» «Wisel» immer noch im Dorf an. Sporadisch Kontakt pflegt er mit dem Gommer Edi Hauser. Mit dem Vierten im Bunde, Albert Giger aus St. Moritz, hat Alfred Kälin eine enge Freundschaft verbunden. Bis zu dessen Ableben im September.

Erste Winterspiele in Asien

«Fredel» Kälin findet es schade, wie sich der Sport seit Sapporo entwickelt hat. «Bei jeder Sportart gibt es Füllerdisziplinen. Im Langlauf ist es der Sprint, im Ski Alpin der Parallelslalom», sagt Kälin. Damit sei man näher am Publikum, aber weiter weg vom Sport.

Davon ist vor 50 Jahren noch keine Spur – zum ersten Mal finden Winterspiele in einem asiatischen Land statt. Gleich geblieben ist seither nur: die Freude über «goldene Tage».

Eine «Schmach» hallt bis heute nach

Ob Pfadi oder Skiclub – noch heute profitieren sie von einem Gesetz, das nach einer «Schmach» in Kraft trat.

Olympische Winterspiele ohne eine einzige Schweizer Medaille – heute kaum vorstellbar. Doch diese Schlappe widerfährt 1964 in Innsbruck der Wintersportnation Schweiz. Danach herrscht vom ländlichen Stammtisch bis nach Bundesbern die einhellige Meinung: So etwas darf nie wieder vorkommen. Darum hallt die «Schmach von Innsbruck» bis heute nach.

Der Schweizer Sport muss sich damals wegen der historischen Niederlage neu erfinden. Denn der Anschluss an die internationale Spitze ist nicht zufällig verloren gegangen: Die Sowjetunion und die USA übertrumpfen sich im Kalten Krieg mit sportlichen Erfolgen. Die DDR oder Frankreich ziehen nach. Der Sport wird so immer professioneller. Die idealen Bedingungen durch Berge und Schnee alleine reichen für Schweizer Erfolge nicht mehr aus.

Für Prestige und Breitensport

Politiker und Funktionäre brüten in den Jahren nach Innsbruck über passende Förderinstrumente. Das führt 1972 zur Anpassung der Bundesverfassung. Der Schweizer Sporthistoriker Quentin Tonnere schreibt dazu: «Mit dem Bundesgesetz über die Förderung von Turnen und Sport geht die Absicht einher, Sportlerinnen und Sportler hervorzubringen, die die Interessen des Landes vertreten und sein Prestige fördern.»

Das ist aber nur eine Seite der Medaille. Denn der Sport wird auch in der Breite gefördert – etwa durch Jugend und Sport (J&S). Schätzungsweise eine Million J&S-Leiter sind seit Bestehen des Gesetzes schweizweit ausgebildet worden. Davon profitieren Schützen ebenso wie der Fussball oder die lokale Pfadi. 2020 sind Bundesgelder von knapp 181 Millionen Franken (exklusive Covid-19-Gelder) in den Breitensport geflossen.

Etwas über 72 Millionen werden in den Leistungssport investiert. Davon profitieren die Sportverbände und die Infrastruktur. Im Sportzentrum in Magglingen ist zum Beispiel die Spitzensport-RS angesiedelt. Diese geniesst in Sportkreisen einen ausgezeichneten Ruf. So bereut etwa die Uzner Snowboarderin Ladina Jenny, dass sie diese nicht absolviert hat: «Für mich hat es zu dem Zeitpunkt nicht gepasst, weil ich soeben mit dem Studium angefangen habe.» Es wäre im Nachhinein sinnvoll gewesen, die Spitzensport-RS trotzdem zu machen, sagt sie. Nach der Rekrutenschule können zum Beispiel weiterhin Trainingslager als Wiederholungskurse abgerechnet werden.

Auslöser: Olympiabewerbung

Die Spitzensport-RS ist im Hinblick auf die Walliser Olympiabewerbung 2006 lanciert worden. 1999 weilen unter den ersten Sportrekruten etwa Fussballer Alex Frei oder der spätere Eishockey-Nationalgoalie Marco Bührer. Insgesamt 38 Sportler – Frauen gibt es noch keine – absolvieren damals die Spitzensport-RS. Künftig sollen jährlich 140 Sportlerinnen und Sportler von der Rekrutenschule profitieren können.

Alpin-Snowboarderin Jenny sagt, dass zuletzt «in Sachen Sportförderung viel gegangen» sei. Auch für sie als Vertreterin einer Randsportart. Potenzial sieht die Uznerin, die soeben ihre dritte Olympiateilnahme erlebt, aber bei den Zeitmilitär-Stellen. «Diese 18 Stellen für Absolventen der Spitzensport RS sind heiss begehrt.»

Im Zeitmilitär werden Athleten und Athletinnen im 50-Prozent-Pensum von der Armee angestellt. Zu den ersten Zeitmilitär-Sportlern gehören 2007 der Bündner Langläufer Curdin Perl und ein Jahr danach Dario Cologna. Der Grundstein dafür hat das Sportgesetz gelegt – wie für die allgemeine Professionalisierung des Sports. Heuer ist das genau 50 Jahre her.

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