EU gibt 235 Millionen Euro für humanitäre Hilfe in Afrika
Die Europäische Kommission stellt 235 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für Menschen in West- und Zentralafrika bereit. Das Geld solle den von Ernährungskrisen, Kriegen und Konflikten gebeutelten Bevölkerungen in den Regionen zugutekommen, teilte die Brüsseler Behörde mit.
Die Europäische Kommission stellt 235 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für Menschen in West- und Zentralafrika bereit. Das Geld solle den von Ernährungskrisen, Kriegen und Konflikten gebeutelten Bevölkerungen in den Regionen zugutekommen, teilte die Brüsseler Behörde mit.
Der Tschad enthält durch das Hilfspaket demnach mehr als 72 Millionen Euro – davon entfallen 60,8 Millionen Euro auf die Versorgung von Sudanesen, die vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat geflohen sind. Insgesamt hat der Tschad seit April 2023 laut EU-Kommission rund 919.000 sudanesische Flüchtlinge und knapp 390.000 tschadische Rückkehrer aufgenommen.
EU: Etwa 35 Millionen Nigerianer auf Hilfe angewiesen
Besondere Unterstützung ist in dem Paket für die Hungerkrisen auf dem Kontinent vorgesehen. Für die Länder des zentralen Sahel, wo mehr als 12,4 Millionen Menschen auf Unterstützung angewiesen seien, sind 75 Millionen Euro vorgesehen. Nigeria erhält 33 Millionen Euro, unter anderem wegen der nach Angaben der Kommission schlimmsten Ernährungskrise seit Jahren: Fast 35 Millionen Nigerianer seien auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen, 6,4 Millionen Kinder litten an akuter Unterernährung. Etwa ein Drittel dieser Kinder schwebe in Lebensgefahr.
Weitere Mittel gehen an die Zentralafrikanische Republik (22 Millionen Euro), Kamerun (16,6 Millionen Euro) sowie Mauretanien (4,8 Millionen Euro), das allein über 400.000 Asylsuchende beherbergt. Für Küstenstaaten wie Benin, Elfenbeinküste, Ghana und Togo sind mehr als 6 Millionen Euro eingeplant.