Anti-Armuts-Strategie der EU: kostenloses Schulessen und Co.
Die Europäische Kommission hat erstmals eine Strategie zur Bekämpfung von Kinderarmut und für eine vollständig von Armut befreite EU bis 2050 vorgestellt. In den Mitgliedstaaten sollte es nach Ansicht der Brüsseler Behörde etwa kostenlosen Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und Schulessen geben, wie aus dem Papier hervorgeht. Für Eltern seien zudem ein besserer Zugang zu guten Arbeitsstellen, eine Kinderbetreuung und ein soziales Sicherheitsnetz essenziell, um den Armutskreislauf früh zu durchbrechen.
Die Europäische Kommission hat erstmals eine Strategie zur Bekämpfung von Kinderarmut und für eine vollständig von Armut befreite EU bis 2050 vorgestellt. In den Mitgliedstaaten sollte es nach Ansicht der Brüsseler Behörde etwa kostenlosen Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und Schulessen geben, wie aus dem Papier hervorgeht. Für Eltern seien zudem ein besserer Zugang zu guten Arbeitsstellen, eine Kinderbetreuung und ein soziales Sicherheitsnetz essenziell, um den Armutskreislauf früh zu durchbrechen.
In der EU ist demnach jedes vierte Kind von Armut und/oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das kostet: Die Industriestaatenorganisation OECD schätzt die Belastung von Kinderarmut und ihre lebenslangen Auswirkungen auf jährlich 3,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Europa. Laut der EU-Kommission ist in den vergangenen fünf Jahren kein nennenswerter Rückgang von Kinderarmut zu beobachten.
Jedes Alter von Armut betroffen
Insgesamt sind demnach 93 Millionen Europäer von Armut und/oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das 2021 gesetzte Ziel, dass bis 2030 etwa 15 Millionen Menschen weniger von Armut betroffen sind, liegt in weiter Ferne. Bisher konnte bei der Armutsbekämpfung 3,5 Millionen Menschen geholfen werden. Eigentlich will die EU bis 2050 vollständig befreit von Armut sein.
Dafür setzt die EU-Kommission besonders auf den verbesserten Zugang zu Wohnraum, als eine der Strategien gegen Obdachlosigkeit und damit gegen Armut. «Ohne einem Dach über dem Kopf ist es schwer ein Fundament zu bauen», sagte Roxana Minzatu, Vizepräsidentin für soziale Rechte und Kompetenzen. Als zweiten Aspekt benennt die Strategie den verbesserten Zugang zu Arbeitsplätzen. Arbeit sei der erste Weg aus der Armut für diejenigen, die arbeiten können.