Notschirm für Messe und Sound of Glarus
Der Regierungsrat spricht 500'000 Franken, damit Sound of Glarus und Glarner Messe nicht zur Unzeit abgesagt werden. Und er stockt die Hilfe für Härtefälle auf.
Der Regierungsrat spricht 500'000 Franken, damit Sound of Glarus und Glarner Messe nicht zur Unzeit abgesagt werden. Und er stockt die Hilfe für Härtefälle auf.
Das eidgenössische Parlament hat einen Schutzschirm für grosse Veranstaltungen beschlossen, die wegen der Coronapandemie nicht stattfinden können. Der Glarner Regierungsrat will diesen Schutzschirm auf das Musikfestival Sound of Glarus vom 26. bis 28. August und auf die Glarner Messe vom 28. Oktober bis 1. November anwenden können. Dafür hat er nun einen Kredit von 500 000 Franken bewilligt. Denn beide Veranstaltungen haben Bedeutung über das Glarnerland hinaus, wie der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt.
Getestet, geimpft oder genesen
Müssten die Glarner Messe oder das Sound of Glarus nun kurzfristig abgesagt werden, so könnten die Veranstalter den Schutzschirm beanspruchen. Damit können sie weiter planen, obwohl ihre Kosten umso grösser werden, je näher sie an den Termin kommen. Sie sollen nicht wegen Ungewissheit, ob die Coronalage den Anlass ermöglicht, und wegen drohender Verluste schon frühzeitig die Reissleine ziehen müssen.
Weil der Kanton nur dann garantieren könne, wenn das Geld auch tatsächlich parat sei, hat der Regierungsrat den Beschluss dringlich gefällt. Der Kanton würde damit das Schutzschirm-Geld des Bundes vorstrecken und seinen eigenen Anteil daran, mindestens die Hälfte, bezahlen.
Der Regierungsrat hält in der Mitteilung auch fest, dass Grossveranstaltungen im Sommer nur von getesteten, genesenen oder geimpften Personen besucht werden dürften.
Gastronomie am häufigsten in Not
Mit einem wesentlich höheren Betrag gelangt der Regierungsrat an den Landrat. Er soll den Corona-Härtefallfonds um weitere 18,5 Millionen Franken auf total 40 Millionen aufstocken.
Bereits ausbezahlt worden seien bis zum 5. Mai Härtefallhilfen von 10,8 Millionen Franken. Von bisher 202 eingereichten Anträgen seien 161 gutgeheissen worden. Am meisten Anträge gestellt haben die Gastronomie (113), Läden des nicht alltäglichen Bedarfs (32) und die Eventbranche (15).
Diese Nothilfe für Firmen soll weiterhin nicht zurückbezahlt werden müssen, das sei die geeignetste Finanzhilfe, erklärt der Regierungsrat.
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