2 öffentliche Millionen für die Rettung von Mulegns
Der Kanton Graubünden beteiligt sich mit maximal 1,95 Millionen Franken am Projekt «Mulegns retten» von Origen. Namentlich unterstütz der Kanton die Verschiebung der «Weissen Villa» und die Verbreiterung der Julierpassstrasse im Dorfkern.
Der Kanton Graubünden beteiligt sich mit maximal 1,95 Millionen Franken am Projekt «Mulegns retten» von Origen. Namentlich unterstütz der Kanton die Verschiebung der «Weissen Villa» und die Verbreiterung der Julierpassstrasse im Dorfkern.
«Mulegns retten» – nichts weniger plant die Nova Fundaziun Origen und ihr Intendant Giovanni Netzer mit dem kleinen Dorf an der Julierpassstrasse. Ein zentraler Punkt dabei: die Verschiebung der «Weissen Villa», damit der Strassenengpass im Dorf beseitigt werden kann. 5,6 Millionen Franken musste Origen dafür zusammenbekommen, um Erwerb der Immobilien, Inventarisierung, Sicherung und Verschiebung finanzieren zu können. Das Ziel ist erreicht. Dies dank eines Kantonsbeitrags von maximal 1,95 Millionen Franken, den die Bündner Regierung bewilligt hat, wie sie am Donnerstag mitteilt.
Im August erklärte Netzer an einer Medienkonferenz, man rechne damit, dass man die damals noch fehlende Summe über 1,9 Millionen Franken bis Ende September beisammen habe, weil bis dahin die Beschlüsse der öffentlichen Hand gefallen sein sollten. Bereits Ende August hatte die Gemeinde Surses einen Beitrag von einer halben Millionen Franken gesprochen. Damit steht der Rettung von Mulegns nichts mehr im Wege, die Baubewilligung für die Verschiebung der «Weissen Villa» liegt bereits vor. Der Spatenstich kann damit, wie von Netzer geplant und angekündigt im Oktober erfolgen, die eigentliche Verschiebung des Gebäudes ist aber erst für nächstes Jahr geplant.
Der Kanton beteiligt sich finanziell am Projekt von Origen, nachdem er selbst bereits einen Wettbewerb zur Beseitigung des Strassenengpasses im Dorfkern durchgeführt hatte. Dabei wäre eine bauliche Anpassung der «Weissen Villa» vorgesehen gewesen. Dieses Projekt hat der Kanton zu Gunsten der Variante von Origen inzwischen aufgehoben. «Mit dem beabsichtigten Erwerb der Liegenschaft durch die Nova Fundaziun Origen und dem anschliessenden Verschieben der ‹Weissen Villa› kann eine im allseitigen Interesse stehende Lösung realisiert werden», begründet die Kantonsregierung ihren Beschluss. (ofi)
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