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Das Amt des «höchsten Bündners» als Karrieresprungbrett?

Der höchste Bündner oder die höchste Bündnerin zu sein, gehört für den einen oder anderen Politiker zu den persönlichen Karrierehöhepunkten. Einige haben diesen sogar noch übertreffen können.

Südostschweiz
Dienstag, 12. Februar 2019, 04:30 Uhr Sie prägen Graubünden

Für einige kantonale Politiker ist das Amt des Standespräsidenten oder der Standespräsidentin ein politisches «Sprungbrett». So beispielsweise für Christian Rathgeb. 2012 wurde der FDP-Politiker in den Bündner Regierungsrat gewählt. Einige Jahre davor war Rathgeb als Standespräsident der «höchste Bündner». Damals sagte er gegenüber der «Südostschweiz», dass das Amt des Standespräsidenten eine hohe Ehre für seine Familie, für die Stadt Chur, und für ihn persönlich sei.

Im Jahr 2014 wurde Duri Campell zum höchsten Bündner gewählt. Für Campell sei die Wahl damals ein emotionaler Höhepunkt gewesen. Heute ist der BDP-Politiker Nationalrat und macht Politik auf nationaler Ebene.

Auch Hansjörg Trachsel wurde im Jahr 2000 vom Bündner Grossrat zum Standespräsidenten gewählt. Der gebürtige Berner sagte damals: «Für mich als Berner ist das natürlich eine besondere Ehre, obwohl sie richtigerweise feststellten, dass die politische Bedeutung des Amtes sehr klein ist». Auch für ihn sei das Amt des Standespräsidenten ein Höhepunkt seiner Karriere als Politiker gewesen, sagt er damals. Vier Jahre danach wurde auch Trachsel in den Bündner Regierungsrat gewählt.

Was genau macht ein Standespräsident eigentlich?

«Man kennt oftmals die Person, weiss aber nicht, was ein Standespräsident das ganze Jahr über macht», erklärt Michael Pfäffli gegenüber «südostschweiz.ch» nachdem er 2016 zum Standespräsidenten gewählt wurde. Was für Aufgaben dazu gehören, findet Ihr in der folgenden Grafik. Fahrt dafür mit der Maus über die Sprechblasen.

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