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Liebe Davoser, so stimmt Ihr richtig ab

Auffallend viele Stimmen waren am Wochenende in der Gemeinde Davos ungültig. Und zwar wegen fehlenden Unterschriften. Aber nicht nur … Eine Person legte gar einen Stimmrechtsausweis aus dem Jahr 2012 in die Urne.

Philipp
Wyss
Montag, 11. Februar 2019, 09:50 Uhr Unterschrift nicht vergessen

Die Zersiedelungsinitiative hat am Wochenende nicht viele Leute an die Urnen bewegt. Kantonsweit betrug die Stimmbeteiligung 32,5 Prozent. Prozentual am meisten Stimmberechtigte gingen in Madulain (51,4 Prozent) an die Urne. Am wenigsten waren es in Cama (18,8 Prozent).

In Davos sind 6882 Einwohner stimmberechtigt. Neben der Zersiedelungsinitiative stand zudem ein neues Mitglied für den Grossen Landrat zur Wahl. Doch auch das lockte nicht viele Davoser an eine der drei aufgestellten Urnen: 2026 Einwohner gaben ihre Stimme ab – oder sie stimmten im Vorfeld schriftlich ab (29,4 Prozent). Davon waren jedoch zwölf Stimmzettel leer und deren 14 ungültig.

Auch ein Strich ist ungültig

Sechs Personen stimmten in Davos brieflich ab, vergassen aber, den Stimmrechtsausweis zu unterschreiben, teilt die Gemeinde Davos mit. Damit waren alle Stimmabgaben der betroffenen Person ungültig.

Damit aber nicht genug, liebe Davoser: Auch wer den Stimm- oder Wahlzettel durchstreicht, und damit weder jemanden wählt, noch Ja oder Nein zu einer Sachvorlage sagt, muss den Stimmrechtsausweis unterschreiben. Ansonsten sind die Stimmen ungültig.

«Lieber eine Frau»

Und: Viele Stimmberechtigte machen immer wieder einen Strich auf den Stimm- oder Wahlzettel, wenn sie auf eine Entscheidung verzichten wollen. Gemäss kantonaler Vorgabe ist aber nur ein leerer Stimm- beziehungsweise Wahlzettel auch wirklich als «leer» zu zählen. Ist ein Strich drauf, zählt der Zettel als ungültig.

Ungültig sind weiter auch Bemerkungen wie «lieber eine Frau», «entfällt», oder Wahlzettel, die auf Namen von Personen lauten, die bereits in (in diesem Fall) den Grossen Landrat gewählt sind. Auf dem Wahlzettel muss zudem zwingend mindestens ein Nachname stehen, damit er gültig gewertet wird.

Siebenjährige Unterlagen eingereicht

Und zum Schluss noch dies: Eine Person in Davos hat am gestrigen Sonntag den Stimmrechtsausweis vom 25. November 2012 verwendet. Dieser hatte damals eine hellgelbe Farbe. Die Unterlagen für das vergangene Wochenende waren jedoch weiss. Auch diese Stimmabgabe war natürlich ungültig. Bei der Abstimmung 2012 ging es um das Tierseuchengesetz, das Gesetz über Tourismusabgaben, den Voranschlag 2013 der Gemeinde Davos sowie um einen Investitionsbeitrag für 36 Pflegebetten.

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