Glarus Nord weist den Nutzungsplan zurück
Eine vielfältige Allianz bringt den Antrag des Gemeinderates zu Fall: Der erste Nutzungsplan der neuen Gemeinde Glarus Nord wird abgelehnt.
Eine vielfältige Allianz bringt den Antrag des Gemeinderates zu Fall: Der erste Nutzungsplan der neuen Gemeinde Glarus Nord wird abgelehnt.
An der Gemeindeversammlung von Glarus Nord haben 15 Redner eine zweistündige Debatte um den ersten Nutzungsplan der neuen Gemeinde geführt. Resultat des Freitagabends: Die Allianz vieler Gegner, die von Nationalrat Martin Landolt (BDP, Näfels) angeführt wurde, erreichte eine knappe Dreiviertelmehrheit gegen den Antrag des Gemeinderates und für Rückweisung. Die Befürworter unterlagen damit klar. «Für eine ganz knappe Mehrheit der SVP und aus eigener Überzeugung» kämpfte Landrat Emil Küng (Obstalden) für die Behandlung des Werks. Der Gemeinderat habe Nutzungsplan und Baureglement innerhalb des engen Gesetzesrahmens und korrekt erarbeitet, was Sicherheit für zehn bis 15 Jahre biete.
Unklarheit über Auswirkungen
Doch der Vorwurf von Martin Landolt, bereits die Vorlage des Gemeinderates sei ein Scherbenhaufen, blieb hängen. Er behauptete, es werde mit den Auszonung Eigentum vernichtet. Umso mehr, als Landolt von vielen Rednern unterstützt wurde: Landrat Beat Noser (CVP, Oberurnen) etwa wollte einen differenzierten Zonenplan wie Glarus, Jürg Rohrer (Grüne, Niederurnen) verlangte, die Forderungen der Bevölkerung aufzunehmen und eine Übersicht zu liefern, wie sich das neue Baureglement auswirken werde. Hans Peter Hauser (Näfels) forderte, die Gewässerräume seien zusammen mit den Betroffenen festzulegen, und die Natur- und Landschaftsschutzzonen zu reduzieren.
Die Befürworter blieben erfolglos: Landrat Thomas Kistler (SP, Niederurnen) etwa rief vergebens auf, die acht heutigen Bauordnungen zu vereinheitlichen, Deborah Riccardi (Mollis)
dazu, die Zersiedlung zu stoppen.
Gemeindepräsident Martin Laupper bedauerte, dass die Versammlung eine Chance nicht genutzt habe, kündigte aber an, man werde nun analysieren und eine neue Vorlage bringen. Und
inzwischen gelte es, den Schaden begrenzen.
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