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«La Quotidiana» ist vorläufig gerettet

Die rätoromanische Tageszeitung «La Quotidiana» bekommt vorübergehend Geld - auch vom Kanton.

17.08.17 - 10:07 Uhr
Politik

Die Bündner Regierung teilt mit, dass sie 50 000 Franken an das Projekt «Medien in rätoromanischer Sprache» der Lia Rumantscha genehmigt. Das Projekt hat zum Ziel, die Tageszeitung vorläufig für das Jahr 2018 zu retten, bis ein entsprechendes «Rettungsprojekt» umgesetzt ist. 

Nebst dem Kanton finanzieren auch der Bund und die Sprachenorganisation selbst je 50 000 Franken. Damit wird ein Teil der Lohnkosten finanziert. Die restlichen Kosten für die Herausgabe der Tageszeitung 2018 trägt Somedia. «Bund, Kanton und Lia Rumantscha sind sich einig, dass es aus Sicht der Sprachförderung eine starke und qualitativ hochstehende Medienlandschaft in romanischer Sprache braucht», heisst es in der Mitteilung des Kantons weiter.

In einem zweiten Schritt soll es ein Konzept für rätoromanische Medien geben. Dabei sollen Produzenten, Leser und Geldgeber involviert werden. Die entsprechenden Ideen sollen bis im Herbst 2018 auf dem Tisch liegen.

Die romanische Tageszeitung «La Quotidiana» macht rund 300‘000 Franken Verlust pro Jahr. Dieses Defizit möchte die Herausgeberin Somedia AG nicht mehr tragen. Deshalb wurde die Einstellung der Zeitung per Ende 2017 angekündigt, falls es keine andere Finanzierungslösung geben sollte. 

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