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Glarner Bauern sollen in den nächsten
 vier Jahren elf Millionen Franken bekommen

Der Regierungsrat plant einen Kredit von 10,98 Millionen Franken für die ökologischen Leistungen der Glarner Bauern. 
Der Kanton muss davon einen Zehntel selber bezahlen.

Fridolin
Rast
27.06.17 - 20:00 Uhr
Politik
Der Landrat soll für die vier Jahre von 2018 bis 2021 Geld für landwirtschaftliche Direktzahlungen bereitstellen.
Der Landrat soll für die vier Jahre von 2018 bis 2021 Geld für landwirtschaftliche Direktzahlungen bereitstellen.
Marco Hartmann / MARCO HARTMANN

Der Landrat soll für die vier Jahre von 2018 bis 2021 Geld für landwirtschaftliche Direktzahlungen bereitstellen. Brutto 10,98 Millionen Franken beantragt der Regierungsrat. Einer von zehn Franken wird vom Kanton bezahlt, die anderen neun kommen vom Bund. Der Kredit ist damit um 22 Prozent oder mehr als einen Fünftel höher als in der laufenden Vierjahresperiode, wie der Regierungsrat im jüngsten Bulletin schreibt. 2014 bis 2017 waren es nur brutto 8,9 Millionen. 
«Damit kann die Glarner Landwirtschaft weiterhin die Direktzahlungen beanspruchen und Chancengleichheit für die ortsansässige Landwirtschaft gewährleistet werden», so der Regierungsrat. 
Die Erklärung für den Anstieg liegt in den Vernetzungsbeiträgen (VB). Sie sind wesentlich gefragter, als man 2014 annahm, und haben sich «über Erwarten stark entwickelt und werden weiter zunehmen», wie die Regierung schreibt. Die Folge: Zugunsten der VB habe man in der laufenden Kreditperiode die Landschaftsqualitätsbeiträge (LQB) kürzen müssen. Sonst hätte man den Gesamtkredit überschritten. Ausserdem stünden weitere (Vernetzungs-)Projekte an, etwa für Wildwechselzonen beim Flugplatz Mollis. 


Der Bund verschiebt die Gewichte


Mit den höheren VB will der Regierungsrat ausserdem den Rückgang von anderen Bundesbeiträgen an die Bauern kompensieren, besonders die Übergangsbeiträge, die der Bund bisher allein finanzierte und 2012 auslaufen lässt. Zusätzlich spare der Bund nun noch weiter, und die Vernetzungsbeiträge sind laut Bulletin die einzige Art Direktzahlungen, die noch steigen darf. Der Bund halte zwar an seiner Agrarpolitik für weitere vier Jahre fest. «Er hat jedoch den Zahlungsrahmen um insgesamt 3,7 Prozent gekürzt.» Für die ganze Schweiz stünden nun 2018 bis 2021 knapp 2,75 Milliarden Franken für Direktzahlungen zur Verfügung. Sparen will der Bund auch bei den Investitionen der Bauern in Strukturverbesserungen wie neue Ställe. 
Neu machen die VB für den Kanton jährlich etwa 1,2 Millionen Franken aus, die LQB 1,6 Millionen. Mit seinem Zehnprozent-Anteil muss der Kanton Glarus jährlich 280 000 Franken daran bezahlen.

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