Nach langem Kampf beginnt in Rapperswil-Jona der Bau von 130 neuen Wohnungen in Seenähe
Jetzt ist es so weit: Der Start für das Bauprojekt der St. Galler Gebäudeversicherung an der Mürtschenstrasse erfolgt. Künftige Mieterinnen und Mieter benötigen aber noch Geduld.
Jetzt ist es so weit: Der Start für das Bauprojekt der St. Galler Gebäudeversicherung an der Mürtschenstrasse erfolgt. Künftige Mieterinnen und Mieter benötigen aber noch Geduld.
Die Bauabsperrungen stehen bereits. Im Südquartier kommt es zu einem der grössten laufenden Bauprojekte von Rapperswil-Jona. Die Gebäudeversicherung St. Gallen (GVSG) realisiert eine Wohnüberbauung mit rund 130 Mietwohnungen. Es entstehen 2,5- bis 5,5-Zimmerwohnungen für alle Altersgruppen und Lebensformen, schreibt die GVSG am Montag in einer Medienmitteilung.
Zudem ist ein parkähnlicher Innenhof mit Spielplätzen, Grünflächen und einladenden Begegnungsräumen geplant. Anfang Februar startet der Rückbau der bestehenden Wohnsiedlung an der Obersee- und Mürtschenstrasse in Rapperswil-Jona. «Mit dem Neubauprojekt und der Verdoppelung der Anzahl Wohnungen leistet die GVSG einen Beitrag zur Deckung des steigenden Wohnraumbedarfs in der Gemeinde», heisst es im Communiqué.
Einsprachen und Kritik am Projekt
Seit der ersten Präsentation des Bauvorhabens sind bereits zehn Jahre vergangen. Danach wurde unter anderem die Vernichtung von bezahlbarem Wohnraum durch den Neubau moniert. Doch die rund 70 Jahre alte Siedlung liess sich gemäss dem GVSG-Projektleiter Edgar Wick bis auf ein Gebäude nicht mehr sanieren. Aufgrund der Projektverzögerung wegen der Einsprachen habe man auch dieses Gebäude in die neue Überbauung miteinbezogen.
Auch nannte Wick in einem Interview mit der «Linth-Zeitung» erstmals Zahlen zum Bauprojekt und den zu erwartenden Mietpreisen: «Rapperswil-Jona wird positiv überrascht sein.»
Über zwei Jahre geht der Bau
Zur Vorbereitung des Rückbaus lässt die GVSG nun das gesamte Areal vorgängig mit festen Bauwänden und Gittern einzäunen. Damit wird die Baustelle klar abgegrenzt und gesichert. Zur Einhaltung der Bau- und Umweltauflagen wurde ein Kontroll-, Überwachungs- und Massnahmenplan erstellt.
Im Zuge der Projektierung haben Fachleute die geologischen Verhältnisse des Baugrunds untersucht. In den nächsten Tagen erfolgt mittels Probebohrungen eine nochmalige Überprüfung. Dadurch will die GVSG die Baugrunddaten weiter präzisieren. Bereits ausgeführt wurden Schadstoffsanierungen an den Gebäuden. So mussten Experten Asbest aus den insgesamt zehn Häusern entfernen.
Die GVSG hat die Anwohnerschaft mit einem Schreiben über die bevorstehenden Rückbauarbeiten informiert. Während der Arbeiten sind Lärm- und Staubimmissionen möglich. Die Bauherrschaft setzt alles daran, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten und bittet um Verständnis.
Der Rückbau der bestehenden Gebäude bezeichnet die GVSG als «wichtigen Meilenstein» auf dem Weg zum Neubauprojekt. Der Bezug der neuen Überbauung soll im Herbst 2028 erfolgen.
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.