Verpasste Olympia-Limite, Coup in Genf und Testspielerfolg: Das war das Sportwochenende
Der Uzner Snowboardcrosser Valerio Jud fährt erneut hinterher. Die Joner Volleyballer gewinnen deutlich in Genf. Der FC Rapperswil-Jona siegt im letzten Test. Das und mehr lief im Regionalsport.
Der Uzner Snowboardcrosser Valerio Jud fährt erneut hinterher. Die Joner Volleyballer gewinnen deutlich in Genf. Der FC Rapperswil-Jona siegt im letzten Test. Das und mehr lief im Regionalsport.
Snowboardcross: Der Uzner Valerio Jud verpasst die Olympia-Limite
Im chinesischen Dongbeiya standen für die Snowboardcrosser am Wochenende der zweite und dritte Weltcup der Saison an – und zugleich die letzten Weltcups vor den Olympischen Spielen vom kommenden Februar. Der Uzner Valerio Jud kam dabei nicht auf Touren (Ränge 38 und 39), verpasste an beiden Tagen die Qualifikation für die Finalläufe der Top 32. Im ersten Weltcup der Saison war er Mitte Dezember in Italien auf Platz 27 gefahren. Jud hat somit die Selektionskriterien für die Olympischen Spiele nicht erfüllt. Anders sieht es beim anderen Schweizer im Weltcup aus. Kalle Koblet wurde am Sonntag Elfter, tags zuvor sogar Sechster – was sein bestes Resultat seit fast zwei Jahren war. Er hat damit sogar die A-Limite erfüllt. (red)
Eishockey: Lakers Ladies verlieren erneut im Kanton Bern
Das Frauenteam der Rapperswil-Jona Lakers hat auch seine zweite Partie im neuen Jahr verloren – wieder auswärts, wieder im Kanton Bern. Auf das 3:4 in Lyss folgte ein 2:5 in Worb. Auf das 0:1 konnten die Rosenstädterinnen durch Shirin Kalt reagieren (28.), in den nächsten 20 Minuten zogen die Gastgeberinnen auf 5:1 davon. Zu mehr als dem 2:5 durch Shana Casanova reichte es den Rapperswil-Jonerinnen nicht mehr.
In der Tabelle kam es durch das Ergebnis zu Verschiebungen. Worb rückte vom 8. auf den 6. Platz vor, die SCRJ Lakers Ladies rutschten um eine Position auf Rang 8 ab, haben aber unverändert vier Punkte Vorsprung auf die Nicht-Play-off-Plätze. (red)
Fussball: Rapperswil-Jona gewinnt letztes Testspiel – und vermeldet weiteren Zuzug
Ab kommenden Samstag gilt es für das Challenge-League-Team des FC Rapperswil-Jona wieder ernst: Mit dem Heimspiel gegen das fünftplatzierte Stade-Lausanne-Ouchy startet der Tabellensechste der zweithöchsten Liga in die Frühjahrsrunde. Zur Vorbereitung bestritt die Equipe von Trainer Selcuk Sasivari drei Testspiele, das letzte am vergangenen Samstag zuhause gegen den Erstligisten Zug 94. Die Rosenstädter wurden dabei der Favoritenrolle gerecht und setzten sich mit 5:0 durch. Per Penalty brachte Mittelstürmer Florian Kamberi das Heimteam früh in Führung (7.) und doppelte wenig später nach (13.). Kurz nach der Pause sorgten der neu von YB ausgeliehene Offensivspieler Janis Lüthi (56.) und der Innenverteidiger Guillermo Padula (59.) mit einem Doppelschlag für klare Verhältnisse. Für das Schlussresultat zeichnete Rijad Saliji (84.) verantwortlich.
Diesen Montag gab der FCRJ einen nächsten Zuzug bekannt. Vom Grasshopper Club Zürich leiht er Loris Giandomenico bis Ende Saison aus. Der 20-jährige Verteidiger hat bereits 14 Einsätze in der höchsten Schweizer Spielklasse absolviert. Giandomenico durchlief seit der U9 die Nachwuchsabteilung von GC und gilt als hervorragend ausgebildeter Spieler. Nach Zwischenstationen beim FC Winterthur und dem FC Basel kehrte der Stadtzürcher im Sommer 2022 in die GC Academy zurück. Auch auf internationaler Ebene konnte Giandomenico bereits Akzente setzen: Für die Schweizer U20-Nationalmannschaft absolvierte er bislang vier Einsätze.
FCRJ-Sportchef Alessandro Ciarrocchi sagt zum Transfer: «Loris ist ein junger, hungriger Spieler mit einer sehr guten Ausbildung. Er bringt Tempo, Spielintelligenz und eine hohe Lernbereitschaft mit. Beim FC Rapperswil-Jona will er den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen – und wir sind überzeugt, dass er sportlich wie menschlich sehr gut zu uns passt.»
Personalnews gibt es auch von den FCRJ-Frauen. Der Tabellensiebte der Women's Super League leiht Anuja Sedman für die Rückrunde an den FC Schlieren in die Nationalliga B aus. Die 21-jährige Mittelfeldspielerin stiess im August 2023 zu den Rosenstädterinnen, kam zuletzt aber nicht mehr zu vielen Einsatzminuten. Übrigens: Die Rosenstädterinnen steigen am 7. Februar wieder in den Meisterschaftsbetrieb ein – mit dem Derby auswärts beim FC St. Gallen. Am vergangenen Samstag war ursprünglich ein Testspiel gegen Etoile Carouge aus der NLB geplant, die Partie fand jedoch nicht statt. Ein erstes Vorbereitungsspiel hatten die FCRJ-Frauen am Mittwoch davor gegen das NLB-Team aus Wil mit 5:1 gewonnen. (red)
Volleyball: Jona feiert souveränen Auswärtssieg
Der TSV Jona bestritt am Samstag das 13. Meisterschaftsspiel der laufenden NLA-Saison. Die Joner setzten sich auswärts klar gegen Chênois Genf mit 3:0 durch. Damit fand der Verein nach der 0:3-Heimniederlage zwei Wochen zuvor gegen Schönenwerd wieder auf die Erfolgsspur zurück.
Die Partie begann allerdings nicht nach dem Geschmack der Joner: Trainer Antonio Bonelli sah sich gezwungen, bei 1:5 im ersten Satz gegen seine Mannschaft bereits ein Time-out zu nehmen. Seine Equipe startete zu behäbig in das Spiel und musste zuerst wachgerüttelt werden. In der Folge holte Jona Punkt für Punkt auf und konnte überraschend zahme Genfer in die Schranken verweisen. Das Satzresultat von 25:23 fiel nur deshalb so knapp aus, weil die Joner ganze vier Satzbälle ungenutzt liessen.
Die Übermacht des TSV Jona war in den folgenden Sätzen ebenfalls deutlich. Mit 25:21 und 25:18 war der Erfolg der Joner nie gefährdet. Sichtlich zufrieden meinte Jona-Kapitän Ramon Caviezel nach dem Spiel: «Das ging einfacher als gedacht».
Die Genfer, in der Vorrunde noch zeitweise Tabellenführer, sind nun von Jona vom vierten Tabellenrang verdrängt worden. Der Rückstand auf Leader Näfels beträgt aktuell 7 Punkte. Neu zum Einsatz kam bei den Jonern der Australier Fraser Garett, der aufgrund von Verletzungssorgen für den Rest der Saison verpflichtet wurde. (bom)
Chênois Genf – TSV Jona Volleyball 0:3 (23:25, 21:25, 18:25)
Sous-Moulin, 140 Zuschauer – SR: Droguett/Sanapo. Spieldauer: 78 Minuten.
Jona: Weiss (Libero); Lietzke, Caviezel, Süess, Birchler, Lauener, Ulrich; Garett, Clement, Margot, Schwotzer, Frischmuth, Fuchs.
Genf: Del Valle (Libero); Kovacevic, Norris, Kurik, Djokic, Diverchy, Geneux; Dos Santos, Grandjean, Abazi, Douib.
Snowboard alpin: Ladina Caviezel verpasst Finalläufe erneut
Die Uzner Snowboarderin Ladina Caviezel kommt im Weltcup weiterhin nicht wie gewünscht auf Touren. Bei den beiden Parallelriesenslaloms am Wochenende im bulgarischen Bansko verpasste sie die Finalläufe erneut. Am Samstag resultierte Rang 21, am Sonntag wurde sie 19. In der Qualifikation wurde der 32-Jährigen vor allem der rote Kurs zum Verhängnis – mit den Rängen 27 und 22 vergab sie dort ein besseres Ergebnis. Denn auf dem blauen Kurs erzielte sie in der Qualifikation die Ränge 13 und 9.
Immerhin: Im Vergleich zum letzten Weltcup-Rennen sind die Ergebnisse des Wochenendes eine Verbesserung. Beim Parallelslalom in Bad Gastein (AUT) vergangenen Dienstag musste Caviezel mit Rang 32 ihr deutlich schlechtestes Saisonresultat hinnehmen. Dennoch bleibt es dabei, dass die Uznerin in der laufenden Saison erst einmal die Finalläufe erreicht hat, als sie im Dezember in Carezza (ITA) den 10. Platz herausfuhr.
Beste Schweizerin in Bansko war erneut Julie Zogg: Am Samstag erreichte sie Rang 8, am Sonntag wurde sie 7. Die beiden Tagessiege gingen an Ramona Hofmeister (GER) am Samstag und Elisa Caffont (ITA) am Sonntag. (red)
Snowboard Freestyle: Jan Scherrer scheitert auch beim Heimweltcup in der Qualifikation
Nach zwei Weltcups in den USA und je einem in China und Kanada standen die Halfpipe-Spezialisten am Wochenende erstmals in Europa im Einsatz. Und zwar gleich in der Schweiz, sprich in Laax. Kein Glück brachte der Heimweltcup Jan Scherrer. Der in Rapperswil-Jona lebende Olympia-Dritte von 2022 und WM-Dritte der Jahre 2021 und 2023 scheiterte wie seine Teamkollegen bereits in der Qualifikation und beendete den Wettkampf im 22. Rang. Es ist für den 31-Jährigen, der den kompletten vergangenen Winter verletzungsbedingt verpasst hatte, das schlechteste Ergebnis seiner Comeback-Saison. Zuvor hatten die Ränge 16, 17, 20 und 15 resultiert – auch das reichte jeweils nicht, um im Final dabei zu sein. Zur Olympia-Qualifikation sollten die Resultate aber genügen, die B-Limite hat er zumindest erfüllt. (red)
Radquer: Kevin Kuhn zeigt soliden Auftritt in Benidorm
Am Sonntag fuhr Kevin Kuhn vom Veloclub Eschenbach beim zehnten Rennen der Weltcup-Serie taktisch stark und klassierte sich nach einem Missgeschick in der Schlussphase auf Rang 14. Den Sieg holte sich der Niederländer Mathieu van der Poel vor Thibau Nys (BEL) und Felipe Orts Lloret (ESP). Das Rennen fand im spanischen Benidorm statt, wo ein spezieller und abwechslungsreicher Rundkurs auf die Athleten wartete. «Eine mega coole Strecke, die immer richtig Spass macht zu fahren», sagte Kuhn nach dem Rennen.
Der 27-Jährige erwischte einen guten Start und bewegte sich über weite Strecken zwischen Rang 5 und 10. Dank der Fahrt in einer grösseren Gruppe konnte er viel Energie sparen. Das Rennen war geprägt von ständig wechselnden Situationen: Immer wieder rissen kleine Lücken auf, die sich kurz darauf wieder schlossen – entsprechend hoch war der taktische Anspruch.
Zwei Runden vor Schluss schien Kuhn nochmals Anschluss an die Gruppe zu finden, die um Platz vier kämpfte. Doch ein Fahrfehler brachte ihn aus dem Rhythmus: Er prallte in ein Werbebanner und verlor dabei entscheidend Zeit. In der Folge fiel er auf Rang 14 zurück, auf dem er das Rennen auch beendete.
Trotzdem zeigte sich Kuhn zufrieden: «Ich weiss, dass noch mehr möglich ist. Ich habe mich nicht überragend gefühlt, aber das Rennen hat mega Spass gemacht.»
Sein Blick ist aber bereits nach vorne gerichtet – auf die letzten beiden Weltcup-Rennen am 24. und 25. Januar sowie die anstehende Weltmeisterschaft. An der WM ist das Linthgebiet zweifach vertreten: Nebst Kevin Kuhn, der in der Elite antritt, bestreitet die Schännerin Jana Glaus die WM in der Kategorie U23. Beide stehen am 1. Februar im Einsatz. (eing)
Fussball: Erfolgreicher Auftakt zum grossen Nachwuchsturnier in Kaltbrunn
Der 13. Raiffeisen Juniors Cup ist am vergangenen Wochenende mit einem eindrucksvollen ersten Turnierwochenende erfolgreich gestartet, wie der Veranstalter mitteilt. Über 500 Kinder aus der Region kämpften mit grossem Einsatz um Tore und Punkte und sorgten für hochklassigen Juniorenfussball. Am Samstag standen die Turniere der E-, D- und C-Junioren auf dem Programm. Von 8 Uhr morgens bis Mitternacht wurden in spannenden Begegnungen die Sieger der einzelnen Kategorien ermittelt. Den sportlichen Höhepunkt bildete am Sonntag das F-Junioren-Turnier, bei dem rund 14 Mannschaften vor einer beeindruckenden Zuschauerkulisse die hervorragende Infrastruktur der Raiffeisen Arena geniessen konnten. Mit insgesamt über 2000 Zuschauerinnen und Zuschauern verzeichnete das erste Turnierwochenende einen neuen Besucherrekord und unterstrich die grosse Bedeutung des Anlasses für die Region.
Am kommenden Wochenende setzt sich der Raiffeisen Juniors Cup mit weiteren Höhepunkten fort: Juniorenteams nationaler Spitzenvereine werden sich messen und für hochattraktiven Fussball sorgen. Zudem gastieren mit dem SC Freiburg sowie der Auswahl Vorarlberg weitere renommierte Mannschaften in der Raiffeisen Arena. (eing)
Zu den Ranglisten geht es hier.
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